
Der Stadtrat Rothenfels beschloss in der Sitzung am Mittwochabend einstimmig, keine Bedenken zur 20. Verordnung zur Änderung des Regionalplans der Region Würzburg, Teilfortschreibung "Windenergie", vorzubringen. Zum potenziellen Vorranggebiet gab Bürgermeister Michael Gram eine kurze Stellungnahme ab: "Wie wir dahin gekommen sind, wo wir jetzt stehen, war es ein langer Weg".
Bereits 2012 wurde erstmals in öffentlicher Sitzung beraten und bereits beschlossen, für die Windkraft Waldflächen im Bereich Aurora zur Verfügung zu stellen. In den folgenden Jahren hat er sich viel mit Neustadts Bürgermeister Stephan Morgenroth beraten. Bei einem öffentlichen Waldbegang 2024 ist der Stadtrat mit den Bürgern den Höhenkamm im Wald abgefahren, wo die Windräder stehen könnten und es wurde stets offen darüber gesprochen.
Stadt will Beitrag zur Energiewende leisten
"Es ist mir wichtig zu betonen, dass die Stadt Rothenfels immer wieder, in den letzten drei Perioden, öffentlich das Thema Windkraft im Wald diskutiert hat und immer positiv dazu abgestimmt hat. Die Stadt Rothenfels will ihren Beitrag zur Energiewende leisten".
Dabei war ihm immer wichtig, die Bürger im Prozess mitzunehmen und den Windpark zum Wohl der Landschaft und der Stadt zu gestalten. Anfang April ist eine gemeinsame Infoveranstaltung für Lohr, Rothenfels und Neustadt geplant.
Er freue sich, dass im letzten Jahr seiner Amtszeit das vielleicht wichtigste Projekt in der Geschichte der Stadt Rothenfels noch in die richtigen Bahnen geleitet werden kann, so der Bürgermeister. Mit den Pachteinnahmen aus der Windkraft wird die Stadt Rothenfels zukünftig eine völlig andere Finanzausstattung haben, um ihre kommunalen Aufgaben erledigen zu können, so Gram. "Unser Ziel ist es, bis zum Ende der Wahlperiode im Mai 2026 noch Vollgas bei diesem Projekt zu geben und die Bürger weiterhin stets mitzunehmen."
Kindergartenbeiträge werden erhöht
Einstimmig wurde eine Erhöhung der Elternbeiträge für den örtlichen Kindergarten um 20 Euro pro Kategorie beschlossen. Es ist die erste Erhöhung seit 2022. Fünf bis sechs Stunden für über dreijährige Kinder kosten ab 1. September 2025 dann 116 Euro statt bisher 96 Euro. Für jüngere Kinder steigt der Preis in dieser Kategorie von 110,50 Euro auf 130,50 Euro. Gerade aufgrund der Bayerischen Förderung sind die Beiträge für die Eltern immer noch sehr günstig, so der Rat: "Außerdem haben wir gutes Personal und einen guten Betreuungsschlüssel."
Ziel der Erhöhung ist es, das Defizit in Höhe von rund 54.000 Euro, das hauptsächlich durch die gestiegenen Personalkosten zu begründen ist, zu reduzieren.

An der Kirchturmuhr in Rothenfels müssen Teile des Schlagwerkes erneuert werden. Die ursprüngliche Kostenschätzung in Höhe von 4500 Euro konnte durch geplante Eigenleistung von Norbert Oestel auf 1600 Euro reduziert werden. Da man möchte, dass die Kirchturmuhr auch zukünftig die korrekte Uhrzeit anzeigt und mit dem Glockenschlag dies auch akustisch mitgeteilt werden soll, wurde auf eine Diskussion bezüglich Baulastverpflichtungen verzichtet und die Kirchenverwaltung wird um einen freiwilligen Zuschuss gebeten.
Ab 1. Oktober entfällt die Pflicht zur Herstellung von Stellplätzen, wenn die Stadt keine explizite Stellplatzsatzung erlassen hat. Einstimmig beschloss der Rat, die Verwaltung zu beauftragen, eine solche Satzung auszuarbeiten. Über diese wird dann in einer der nächsten Sitzungen abgestimmt.
Der Friedhof in Rothenfels sowie die Treppe am Rathaus erhalten einen Handlauf. Die Kosten dafür betragen insgesamt 720 Euro.