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Lohr
Sicherheitsbilanz der Lohrer Polizei: Mehr Diebstähle und mehr Fahrten unter Drogeneinfluss
Bearbeitet von Franziska Schmitt
 |  aktualisiert: 04.04.2025 09:43 Uhr

Insgesamt bearbeiteten die Beamtinnen und Beamten der Polizei in Lohr im Jahr 2024 1030 Straftaten. Das liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2023 – 1068 Fälle), berichtet die Polizei in einem Presseschreiben, dem folgende Informationen entnommen sind. Die Aufklärungsquote ist mit 76,1 Prozent auf einem Fünf-Jahres-Hoch und mit diesem Wert liegt die Inspektion Lohr auch in der Spitzengruppe aller unterfränkischen Polizeidienststellen.

Bei den Straftaten verzeichnet die Lohrer Inspektion einen erheblichen Anstieg bei Diebstählen aus unverschlossenen Fahrzeugen. Leicht gestiegen sind auch die Wohnungseinbrüche. Callcenterbetrüger, die sich als falsche Polizeibeamte oder Verwandte ausgaben, versuchten im abgelaufenen Jahr wiederholt Bürger am Telefon zu täuschen. Dies gelang einmal. Dabei erbeuteten die Täter einen fünfstelligen Eurobetrag. In einem anderen Fall verhinderte eine Bankangestellte im letzten Moment einen Betrug.

Jugendkriminalität

Gegen Kriminalität von Jugendlichen, die teilweise gerade strafmündig geworden sind, geht die Polizei ihren Angaben nach gemeinsam mit Justiz, Jugendamt, Kommunen und Schulen konsequent vor. Die Statistik weist dazu rund 20 Kinder unter 14 Jahren auf, die im Jahr 2024 ein- oder mehrfach auffällig wurden. Ein Raubüberfall auf eine Tankstelle im Dezember in Lohr eines gerade 14 Jahre alt gewordenen Jugendlichen sticht dabei heraus.

Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte oder Amtspersonen gingen, entgegen dem Landestrend, im Bereich der Polizei Lohr leicht zurück.

Mehr Verkehrsunfälle

Auf den Straßen im Lohrer Dienstbereich ereigneten sich im Jahr 2024 insgesamt 738 Verkehrsunfälle, ein Anstieg zum Vorjahr (2023 – 700 Verkehrsunfälle). Bei 78 Verkehrsunfällen gab es 92 Verletzte. Zwei Menschen kamen bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 26 in der Nähe des Bischborner Hofes ums Leben. Von 139 Verkehrsunfallfluchten wurden 59 aufgeklärt.

Es ereigneten sich 14 Verkehrsunfälle unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss mit neun Verletzten. Auffällig ist, dass sich mittlerweile die erwischten Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss gegenüber den Alkoholsündern mehr als verdoppelt haben (44 Fahrten unter Alkoholeinfluss – 91 Fahrten unter Drogenfluss). Dabei spielte die Teillegalisierung von Cannabis eine Rolle, so die Polizei.

 
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