
Die warme Witterung und der Regen führten dazu, dass sich die Amphibienwanderung am Montag und Dienstag explosionsartig erhöhte. Die beiden Geschwister und Amphibienwegbetreuer Marie und Hannes aus Waldzell hatten alle Hände voll zu tun, um die Kröten, Frösche und Molche aus den Eimern in die Transporteimer zu verfrachten, über die Straße zu bringen und nahe des Zeller Grabens wieder auszusetzen.
Die Eimer mussten sogar mehrmals geleert werden, da die Kröten sonst wieder herausfielen, informiert Johannes Ritter. Die Beiden unterstützen ihren Opa, der mit seinem Auto auch als Schutz vor den vorbeifahrenden Fahrzeugen nebenher fährt, heißt es in der Mitteilung.
Über 300 Tiere sicher über die Straße gebracht
Johannes Ritter, der schon fast drei Jahrzehnte den Amphibienweg an dieser Strecke betreut, kann sich nicht erinnern, so eine starke Wanderung erlebt zu haben. In den beiden Tagen, die ähnlich stark frequentiert waren, wurden so zusammen 254 einzelne Kröten, 61 Krötenpärchen, elf Frösche und acht Molche "betreut".
Ein Appell haben die drei Amphibienfreunde an die Autofahrer: Da die Schutzzäune nicht ewig lang gebaut werden können, laufen davor oder dahinter immer wieder Kröten über die Straße. Daher sollte man in diesem Abschnitt, der auch mit Warnschildern "Achtung Kröten" bestückt sind, die Geschwindigkeit reduzieren, insbesondere bei nasser Witterung.