Die Amnesty Gruppe Main-Spessart setzt sich weiter für politische Gefangene und Menschenrechtler ein, die weltweit zu Unrecht zu Haftstrafen verurteilt wurden. Im Moment kümmern sich die Mitglieder aus Marktheidenfeld und Lohr einer Mitteilung der Gruppe zufolge um vier Menschenrechtler in der Sowjetunion. Es sind Krimtataren, die im November 2029 zu langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, gefangen genommen wurden die Männer bereits im Jahre 2016.
Emir-Usein Kuku ist der Anführer der Gruppe, er wurde mit drei anderen zu 12 beziehungsweise zu 19 Jahren Haft verurteilt. Inzwischen sind alle vier Männer in der russischen Provinz Baschkortostan (Baschkirien), ganz im Ostural gelegen und 2500 Kilometer von ihrer Heimat entfernt, in einem Lager eingesperrt. Die Frau von Emir-Usein Kuku hat Kontakt zu Amnesty International und von ihr hat die Gruppe erfahren, dass es sich um ein recht großes Lager handelt. Emir-Usein Kuku und die anderen Mithäftlinge sind jeweils in einer Arrestzelle untergebracht und der Willkür der Aufpasser unterworfen. Besuch von Frau und Kindern von der Krim wird spärlich erlaubt, die medizinische Behandlung ist ärmlich, schreibt die lokale Amnesty-Gruppe weiter.
Mitglieder der Amnesty Gruppe schreiben alle vier Wochen an die Gefangenen und haben von Amnesty International erfahren, dass manche Karten auch ankamen. Auch an die Justizanstalten, wie auch an den Militärstaatsanwalt Petrov in Moskau werden Petitionen gerichtet und darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den Männern um Unschuldige handelt.
Hinweis: Alle, die sich am Briefe- und Petitionen Verfassen beteiligen möchten, sind eingeladen, sich an Thomas Anemüller oder an amnesty -würzburg.de zu wenden.