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Marktheidenfeld
Literaturtag der zwölften Jahrgangsstufe
Der Autor Michael Kumpfmüller im Gespräch mit Vertretern der zwölften Jahrgangsstufe.
Foto: Darian Faramarzi | Der Autor Michael Kumpfmüller im Gespräch mit Vertretern der zwölften Jahrgangsstufe.
Pressemitteilung
 |  aktualisiert: 02.04.2025 14:17 Uhr

Beim diesjährigen Literaturtag der zwölften Jahrgangsstufe verwandelte sich die Schulbibliothek des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in einen Ort lebendiger Diskussionen und tiefgehender Reflexionen: Drei Romane, drei völlig unterschiedliche Welten – von historischen Kriminalfällen über persönliche Schicksale bis hin zu philosophischen Fragen über das Leben und Sterben war alles dabei.

Neben den Buchanalysen zu "Der Sommer, in dem Einstein verschwand" von Marie Hermanson und "Hey, guten Morgen, wie geht es dir?" von Martina Hefter war das Werkstattgespräch mit dem Autor Michael Kumpfmüller das unbestrittene Highlight des Tages. Er stellte seinen Roman "Wir Gespenster" vor, zeigte sich offen für die Fragen der Schülerinnen und Schüler und reflektierte über zentrale Themen seines Buches.

Eine der spannendsten Fragen war, warum der Roman mit einem offenen Ende abschließt. Kumpfmüller überraschte mit seiner Antwort: "Ich sehe das gar nicht als offenes Ende. Aber jeder Leser ist der Chef der Geschichte." Sein Ziel sei es nämlich nicht, eindeutige Lösungen zu liefern, sondern den Leserinnen und Lesern Raum für eigene Gedanken zu lassen. Mit Buchkritik geht Kumpfmüller gelassen um. Er betonte, dass er Literatur nicht schreibe, um Erwartungen zu erfüllen, sondern um den Leser neugierig zu machen. "Ich frage mich nicht, ob ich ein Buch schreiben soll, das Kritiker lieben – sondern ob es ein Buch ist, das ich selbst zu Ende lesen würde."

Am Ende des Tages bot diese Veranstaltung den Schülerinnen und Schülern eine Gelegenheit, sich intensiv mit historischen, gesellschaftlichen und emotionalen Themen auseinanderzusetzen. Die Diskussionen zeigten, dass Literatur weit mehr ist als bloßes Lesen – sie lädt uns auch dazu ein, nachzudenken, zu hinterfragen und im besten Falle die eigene Perspektive zu erweitern.

Von: Chiara-Lea Fries, für das BNG

 
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