
Die aktuelle Entwicklung der Kindertagesstätte "Löwenzahn" hatte die Sachbearbeiterin der Verwaltungsgemeinschaft, Martina Greger, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Urspringen dabei. Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr die Kindergartengebühren angepasst hat, war es der Wunsch des Gremiums, einen Zwischenstand zur Entwicklung der Einrichtung zu erhalten. Greger hatte die Themen Personal, Kinder und Finanzen in einer Präsentation zusammengefasst.
Beim Personal stellte die Sachbearbeiterin vor allem den Personalmangel heraus, den es dringend zu beheben gilt. Positives hatte sie bei den Kinderzahlen zu vermelden. 2024 besuchten 64 Kinder die Einrichtung, davon acht Gastkinder. Mit 14 Neuanmeldungen für das Kindergartenjahr 2025/26 sei die Einrichtung weiter gut ausgelastet. Auch das neu eingeführte warme Mittagessen läuft gut und nutzen derzeit 30 Kinder.
Angespannte Situation
Bei den Finanzen stellt sich eine angespannte Situation dar. Vor allem die hohen Personalkosten, die trotz Personalmangels weiter angestiegen sind. Die Tarifabschlüsse und der Inflationsausgleich seien dafür verantwortlich, erklärte Greger. Das Defizit ist auf 17 Prozent gestiegen (von 71.000 auf 103.000 Euro). Das Ziel sei, das Defizit auf zehn Prozent zu reduzieren. "Wir hoffen auf die Reform in der Kindertagesbetreuung", so der einhellige Tenor von Bürgermeister Volker Hemrich und Martina Greger.
Einstimmig gegen die kommunale Wärmeplanung sprach sich das Gremium in der Sitzung aus. Die kommunale Wärmeplanung sieht zunächst die Erstellung eines Planes vor, wie die Wärmeversorgung in einer Gemeinde klimaneutral in der Zukunft ausgestattet werden kann, erklärte Bürgermeister Volker Hemrich. Insbesondere gehe es um die langfristige Umstellung dezentraler fossiler Heizsysteme auf umwelt- und klimafreundliche Wärmeversorgung. Die Kosten für die Erstellung eines Fachgutachtens liegen bei der Einwohnerzahl von Urspringen bei 34.800 Euro. Aus Sicht der Gemeinderäte rentiere sich dies in Urspringen nicht, da die Dichte für geeignete Objekte im Ort zu klein sei.
Nach wie vor sieht die Gemeinde Urspringen die Änderungen des Regionalplans der Region Würzburg für Windenergie als kritisch an und lehnt die vorliegenden Planungen ab. Sie verweist auf die bereits abgegebene Stellungnahme und führt die Einkreisung des Ortes durch Windkraftanlagen an. Deshalb fordert sie die Streichung der geplanten Flächen in Richtung Roden und Birkenfeld. Die ausgewiesene Fläche in Richtung Stadelhofen könnte die Gemeinde Urspringen akzeptieren.
Beschlossen hat der Gemeinderat hingegen, dem Zweckverband "Klärschlammverwaltung Main-Tauber Aisch" beizutreten. Denn zukünftig sei die Gemeinde für eine rechtskonforme Klärschlammentsorgung zuständig, erklärte das Ortsoberhaupt. Diese Anforderungen seien kaum erfüllbar, sodass der Beitritt zu einem entsprechenden Zweckverband alternativlos erscheine.
Aufgrund der Gleichbehandlung setzt die Gemeinde die Gebühren für die Parkplätze in der Kronengasse auf einen Mietzins von zwölf Euro im Monat fest. Der Beschluss vom April 2024 wird somit zurückgenommen. Für den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Urspringen, der 2027 durchgeführt werden soll, muss im Vorfeld eine Kampfmittelvorerkundung im Ausbaugebiet stattfinden, die auf Unverständnis unter den Räten sorgte. Den Auftrag erhielt die Firma Lufbilddatenbank aus Estenfeld zu einem Preis von 2726 Euro.