zurück
Bischbrunn
Hohe Kreditaufnahme der Gemeinde Bischbrunn
Die mit Abstand größte Ausgabenposition im Haushalt 2025 der Gemeinde Bischbrunn sind die Maßnahmen am Trieb an der Grenze zwischen den Gemeindeteilen Bischbrunn und Oberndorf.
Foto: Ernst Dürr | Die mit Abstand größte Ausgabenposition im Haushalt 2025 der Gemeinde Bischbrunn sind die Maßnahmen am Trieb an der Grenze zwischen den Gemeindeteilen Bischbrunn und Oberndorf.
Ernst Dürr
Ernst Dürr
 |  aktualisiert: 30.03.2025 03:29 Uhr

Einstimmig verabschiedete der Bischbrunner Gemeinderat am Dienstag den Haushalt für das Jahr 2025. Zuvor erläuterte Kämmerer Heiko Müller das Werk. Der Gesamthaushalt weist eine Größenordnung von 5.421.367 Euro auf und liegt damit etwa auf dem Vorjahresniveau. Den Löwenanteil nimmt der Verwaltungshaushalt mit 4.212.183 Euro ein. Bei den Einnahmen dort ist die Einkommensteuerbeteiligung mit 1.366.340 Euro die höchste Einzelposition. Es folgen die Schlüsselzuweisungen mit 864.556 Euro. Signifikat ist die Erhöhung der Einnahmen aus der Grundsteuer B auf 240.000 Euro gegenüber rund 142.000 im vergangenen Jahr. Die Gemeinde Bischbrunn hatte nach der Reform der Grundsteuer den gemeindlichen Hebesatz unverändert gelassen. Bei den Ausgaben schlägt besonders die Kreisumlage mit 1.052.000 Euro zu Buche. Sie ist höher als die Personalkosten mit 473.000 Euro und der Sachaufwand mit 477.000 Euro zusammen. Für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) ist eine Umlage in Höhe von 376.500 Euro zu entrichten.

Im Verwaltungshaushalt errechnet sich ein voraussichtlicher Überschuss in Höhe von 394.414 Euro, der dem Vermögensaushalt zugeführt werden soll. Abzüglich der Tilgungen verbleibt in 2025 eine Freie Finanzspanne in einer Größenordnung von etwa 157.585 Euro.

Die mit Abstand größte Ausgabenposition im Vermögenshaushalt sind die Maßnahmen am Trieb an der Grenze zwischen den Gemeindeteilen Bischbrunn und Oberndorf. Hier werden für Straßenbau (340.000 Euro), Brückensanierung (100.000 Euro) und Wasserleitung (155.000 Euro) insgesamt fast 600.000 Euro ausgegeben. Die Baumaßnahmen am Trieb sollen noch dieses Jahr fertiggestellt werden, da im Jahr 2026 der Landkreis das verbliebene Teilstück der Ortsdurchfahrt Bischbrunn im Bereich Kändelstraße/Kreuzhöhstraße saniert. So soll verhindert werden, dass beide Ausfahrten zur Staatsstraße zeitgleich gesperrt werden müssen. Neben Darlehenstilgungen in Höhe von rund 237.000 Euro sind weitere große Ausgaben die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, für die 100.000 Euro eingeplant werden, sowie Brandschutzkonzept, Heizungsaustausch und Erneuerung der Fenster in den gemeindlichen Gebäuden in der Bischbrunner Frankenstraße, für die insgesamt 90.000 Euro angesetzt werden.

Schuldenstand der Gemeinde erhöht sich

Neben der Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt finanziert sich der Vermögenshaushalt zum größten Teil durch eine Kreditaufnahme in Höhe von voraussichtlich rund 624.000 Euro. Dadurch erhöht sich der Schuldenstand der Gemeinde Bischbrunn zum 1.1.2026 auf 3.604.745 Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1751 Euro. Rechnet man allerdings die Kredite für die Schulsanierung heraus, die sich komplett aus der Schulhausmiete tilgen, liegt die Pro-Kopf-Verschuldung nur etwa in Höhe des Landesdurchschnitts.

Erneut beriet das Gremium über die kommunale Wärmeplanung. Es ist mit einem Zuschuss von 34.800 Euro bei einer ersten Kostenschätzung in Höhe von 35.975 Euro zu rechnen. Zudem solle man nicht weiter abwarten, da die Büros stark ausgelastet seien, so Bürgermeisterin Agnes Engelhardt. Der Rat beschloss einstimmig, die Verwaltung mit der Suche nach einem wirtschaftlichen Anbieter zu beauftragen. Ebenfalls einmütig sprach sich der Gemeinderat für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED aus. Vom Bayernwerk sollen 185 Brennstellen für 100.931 Euro umgerüstet werden. Es wird mit einem Zuschuss von rund 30.000 Euro gerechnet.

Aufgrund einer Änderung der Bayerischen Bauordnung entfällt die Pflicht zur Herstellung von Stellplätzen, falls die Gemeinde keine eigene Stellplatzverordnung erlassen hat, informierte die Bürgermeisterin. In der Diskussion schälte sich heraus, dass pro Wohnung zumindest ein Stellplatz vorgeschrieben werden soll. Dritter Bürgermeister Thomas Fuhrmann warnte davor, in einer neuen Satzung allzu große Hürden, etwa für kleine Gewerbetreibende oder Gaststätten, aufzubauen.

 
Themen & Autoren / Autorinnen
Bischbrunn
Ernst Dürr
Bayernwerk
Euro
Grundsteuerreformen
Heiko Müller
Personalkosten
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden Jetzt registrieren

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits von 50 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen
Kommentare
Aktuellste
Älteste
Top