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Rieneck
Heute werden Lupinen im Sinngrund ausgerissen, früher hat man sie in großem Stil angebaut
Der Sinngrund war einst führend beim Lupinenanbau. Der Verkauf der Samen brachte beträchtliche Einnahmen. Doch schon vor 150 Jahren wurde vor den Folgen gewarnt.
Ortsansicht von Mittelsinn mit Lupinen. Der Landwirt und Bäckermeister Ernst Sachs steht in den 1940er/1950er Jahren auf seinem mit Lupinen bewachsenen Acker.
Foto: Bildarchiv Mittelsinn | Ortsansicht von Mittelsinn mit Lupinen. Der Landwirt und Bäckermeister Ernst Sachs steht in den 1940er/1950er Jahren auf seinem mit Lupinen bewachsenen Acker.
Björn Kohlhepp
 |  aktualisiert: 10.01.2025 02:33 Uhr

Die Lupine gilt heute als invasive Pflanze, die sich auch im Naturschutzgebiet Sinngrund breitmacht. Früher aber war der Sinngrund eine Hochburg des Lupinenanbaus. Was heute der Christbaumanbau ist, war für den Sinngrund früher die Lupine. Vor 150 Jahren, im Jahr 1874, wurden dort über 1800 Tagwerk, rund 600 Hektar, mit Lupinen bestellt und durch den Verkauf 32.000 Gulden erlöst. Einige Orte im Sinngrund, so schrieb ein Autor Spieß 1875 im "Wochenblatt für Land- und Forstwirthschaft, hätten ihren Wohlstand "einzig und allein dem Lupinenanbau zu danken", den im Jahrzehnt zuvor ein Gutspächter begonnen habe. Aber ihr Anbau wurde damals von Landwirtschaftsexperten auch als problematisch betrachtet.

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