
Ein geheftetes Buch mit Habichsthaler Dorfgeschichte auf 90 DIN-A5-Seiten legt der Verein für Heimatpflege und Kulturelles (VfHuK) heuer anlässlich seines 25-jährigen Bestehens auf. Die Idee ist nur folgerichtig, denn das zentrale Vereinsanliegen ist die Ortsgeschichte, das mit dieser Veröffentlichung in den Fokus genommen wird.
Verkauft wird das Buch beim Jubiläumsfest am Festwochenende, 5. und 6. April. Mit einem Vorwort vom Vorsitzenden Thomas Büdel erscheint es in einer Auflage von 150 Stück und ist ausschließlich an den beiden Festtagen erhältlich. Der Verkaufspreis stand zum Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht fest.
Ein Schrank voller Dokumente
Den Inhalt hat Hobbyhistoriker Franz Ehrlich aus dem Archiv seiner historischen Datenschätze zusammengestellt und bearbeitet. Ein ganzer Schrank in seinem Arbeitszimmer ist gefüllt mit historischen Dokumenten. Teilweise übernahm er diese aus den Nachlässen von Franz und Karl Steigerwald. Auch auf Veröffentlichungen des Heimathistorikers Linus Kunkel hat Ehrlich zurückgegriffen. In anderen Fällen hat er die Daten selbst zusammengetragen.

Aus diesem Fundus hat er für das Jubiläumsbuch eine Auswahl zusammengestellt und das Material im Laufe des vergangenen Jahres überarbeitet. In 21 mehrseitigen Abhandlungen beleuchtet er unter anderem die Geschichte der Habichsthaler Hausnamen oder geht auf prägende Baumaßnahmen ein, darunter den Bau des Friedhofs, der Milchsammelstelle oder der Aubachseen. Hirten und Schäfer in Habichsthal sind ebenso Thema, wie der Pfarrer und Heimatforscher Josef Andreas Schott oder das Traditionsgasthaus "Zur Frischen Quelle" und das frühere Gasthaus "Dorfschänke", um nur einige Artikel zu nennen.
Eine Herausforderung bei der Bearbeitung der Texte war teilweise die Übersetzung in den heutigen Sprachgebrauch und Rechtschreibung. Redaktionell mitgearbeitet haben Florian Ehrlich und Thomas Büdel.
Auch das historische Vereinsarchiv ist gut gefüllt mit vielen wissenswerten Informationen. Zusammengetragen unter anderem bei den "Spinnstubenabenden" im Dorfgemeinschaftshaus (DGH), die der damalige Vorsitzende Thomas Ratschke initiierte.
Leihgaben gesucht: Wer hat noch historische Bilder?
Anlässlich des Jubiläums ruft der VfHuK die Habichsthaler dazu auf, weitere historische Bilder als Leihgabe zur Verfügung zu stellen, um diese für die Ortschronik digitalisieren zu können. Das Bildmaterial wird danach zurückgegeben, sichert Ehrlich zu.
Beim Jubiläumswochenende "25 Jahre VfHuK und 20 Jahre DGH" wird es auch vier bebilderte Themenausstellungen geben, kündigt Ehrlich an: zum einen "Schwester Maria Chrysantha Grimm", unter anderem mit Kinderfotografien von früher, außerdem "100 Jahre Zur Frischen Quelle" sowie "Alte Dorfbrunnen" und das Thema "Landwirtschaft und Hausschlachtung".
Aus dem Filmmaterial des verstorbenen Ortsbürgers Oskar Webert werden die Filme "Bauder Wasserleitung 1961 – 63" und "Die Gemeinderatswahl 1966" sowie "Die Habichsthaler Schule 1965" und "Der letzte Schultag von Habichsthal" gezeigt. Alle vier Filme hat der VfHuK bereits digitalisiert.