Rita Fischer ist nicht nur ein Fellener Original und eine beliebte Ortsbürgerin, sondern engagierte sich jahrzehntelang für die katholische Pfarrgemeinde. Dies war Kirchenpfleger Friedel Baur Anlass genug, sich namens der Pfarrgemeinde für Fischers Lebensleistung zu danken und ihr zum 85. Geburtstag zu gratulieren, worüber sich die Jubilarin gewaltig freute. Der Glaube spielte für die im hessischen Mernes, Stadtteil von Bad Soden/Salmünster, geborene Jubilarin schon immer eine zentrale Rolle. Dies bewies nicht nur der regelmäßige Gottesdienstbesuch, sondern auch ihr Engagement in der Fellener Pfarrgemeinde.
Gesundheitlich musste Rita einige Rückschläge meistern, sie ist auf den Rollator angewiesen, aber dies ändert nichts an ihrer positiven Lebenseinstellung. Ihr fehle besonders der Kirchenbesuch, erklärte sie wehmütig. Knapp 20 Jahre sorgte die umtriebige Frau für Sauberkeit und Ordnung im Pfarrheim, gehörte 27 Jahre dem Pfarrgemeinderat an und fungierte viele Jahre als Lektorin sowie als Vorbeterin bei Beerdigungen. Rita Fischer hob 1983 als Mitbegründerin den Seniorenkreis aus der Taufe und war später ein viertel Jahrhundert lang dessen Leiterin. Als jemand zur Pflege des Grabes des 1986 verstorbenen ehemaligen Ortspfarrers Ludwig Gundersdorf gesucht wurde, sagte sie spontan zu und kümmerte sich 18 Jahre um dessen letzte Ruhestätte.
Aber auch beim Faschingsverein "Feller Hoase" war sie aktiv: Fast 30 Jahre glossierte sie auf der Narrenbühne überwiegend das Fellener Ortsgeschehen. Für sie selbstverständlich, half sie bei allen örtlichen Festen mit, war bei den Pfarrfesten "früh die Erste und abends die Letzte"; nie war der kontaktfreudigen und freundlichen "Schmittschneider Rita", wie sie im Ort genannt wird, etwas zu viel. Aber auch das runde Leder hat die Jubilarin in ihr Herz geschlossen und bekennt sich als eingefleischter FC Bayern- und DJK-Fellen-Fan. Auch bei der Fußball-EM verpasste sie kaum ein Spiel. Die lebensbejahende Frau interessiert sich dafür, was in ihrem Wohnort passiert: Dabei hilft nicht nur ihr Laptop, sondern besonders ihr Smartphone, mit welchem sie per WhatsApp mit Kindern, Enkeln und Freundin kommuniziert.