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Fahrradkuriere ohne Betriebsrat
In Berlin traf Bernd Rützel sich mit Sarah Jochmann, einer der Gründerinnen der Organisation „Liefern am Limit“.
Foto: Cordula Pawlak | In Berlin traf Bernd Rützel sich mit Sarah Jochmann, einer der Gründerinnen der Organisation „Liefern am Limit“.
Bearbeitet von Jonas Keck
 |  aktualisiert: 02.04.2019 12:13 Uhr

Scheinselbstständigkeit, Behinderung von Betriebsräten, Lohnprellung – die Liste der Verstöße ist lang, die der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel von Sarah Jochmann erfährt. In Berlin traf er sich mit einer der Gründerinnen der Organisation „Liefern am Limit“, die gemeinsam mit der Gewerkschaft NGG für die Rechte von Fahrradkurieren kämpft und die besorgniserregenden Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppe schilderte.

So würden die Unternehmen den vereinbarten Stundenlohn durch Eigenleistungen der Angestellten wie etwa das Fahrrad und anstehende Reparaturen desselben systematisch unterwandern. Auch Arbeitsmittel wie Mobiltelefone und warme Winterkleidung müssten häufig selbst beschafft werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein weiteres Problem seit die Behinderung bei der Gründung von Betriebsräten, die die Unternehmen mit aller Gewalt verhindern wollten. Sie berichtete von dem erfolgreichen Fall einer Betriebsratsgründung, bei der im Anschluss kein Vertrag der Betriebsratsmitglieder verlängert wurde.

„Das ist nicht hinnehmbar“, so Rützel, „deshalb plädiere ich dafür, dass befristet Beschäftigte, die in einen Betriebsrat gewählt wurden, einen besonderen Schutz erhalten, der zu ihrer Entfristung führt.

 
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