
„Wir feiern heute einen bedeutenden Schritt, den Sie alle gegangen sind“, sagte kürzlich Landrätin Sabine Sitter zu den rund 80 Gästen beim Einbürgerungsempfang des Landkreises Main-Spessart im Festsaal des Historischen Rathauses von Karlstadt. „Sie haben sich engagiert und angestrengt, um Deutsche zu werden", sagte Sitter laut Pressemitteilung des Landratsamts.
Eingeladen hatte das Landratsamt die 271 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die im zweiten Halbjahr 2024 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ihrer Wohnorte, die Integrationsbeauftragten der Kommunen in Main-Spessart sowie Vertreter der Sicherheitsbehörden.
Landrätin Sitter äußerte drei Wünsche: „Bringen Sie sich ein! In einem Verein, im Wohnort, in der Nachbarschaft, in der Politik. Bleiben Sie sich und Ihren Wurzeln treu. Deutschland ist vielfältig. Es tut uns gut, wenn Sie Gesellschaft und Kultur in Deutschland und Main-Spessart bereichern. Seien Sie Vorbilder und Inspiration für andere. Sie können den Menschen, die in unser Land kommen, zeigen, dass und wie Integration funktioniert.“
Nach Auswanderung nach Australien kehrte eine Deutsche in die Heimat zurück
Laura Senger, die neue Integrationsbeauftragte des Landkreises, stellte sich und ihre Aufgabe kurz vor. „Sie sind der Beweis dafür, dass man von weit her nach Main-Spessart kommen und hier heimisch werden kann. Meine Aufgabe ist es, den Menschen, die in den vergangenen Jahren in den Landkreis gekommen sind“, sagte Senger.
Im Anschluss an die Begrüßungsrede der Landrätin bestand die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Neubürgern oder dem Bürgermeister der neuen Heimatgemeinde. Nicht wenige der Eingebürgerten freuten sich besonders, Sabine Kreußer, Leiterin der Ausländerbehörde am Landratsamt, zu sehen, die ihnen die Einbürgerungsurkunde überreicht hatte.
Unter den Gästen war auch eine gebürtige und nun wieder eingebürgerte Deutsche, die zwischendurch mehrere Jahrzehnte in Australien gelebt und die dortige Staatsbürgerschaft angenommen hatte.