In seiner Ansprache zum Retzstadter Neujahrsempfang im Pfarrheim zitierte Bürgermeister Karl Gerhard aus einem Artikel zum Thema Dankbarkeit von Professor Henning Freund, der an der römisch-kath.- Vinzenz Pallotti Universität in Vallendar, Rheinland-Pfalz tätig ist. Gerhard meinte dazu, Dankbarkeit könne man aus zwei Perspektiven betrachten. Zum einen sei sie ein konkretes Gefühl in einer konkreten Situation und zum anderen sei Dankbarkeit aus der Sicht von Psychologen so etwas wie eine Grundhaltung im Leben.
Es gebe Techniken, mit denen man Dankbarkeit lernen könne. Allerdings habe diese Dankbarkeit auch einen großen Gegenspieler, den Materialismus. Weiter sagte der Bürgermeister, nicht ohne Grund habe der Soziologe Georg Simmel die Dankbarkeit als das stärkste Bindemittel unserer Gesellschaft bezeichnet. Kirchenpfleger Simon Rothenhöfer schloss sich den Grußworten des Bürgermeisters an und dankte seinerseits für den Einsatz im Ehrenamt.
Verdiente Mitbürger
Traditionell werden in Retzstadt beim Neujahrsempfang Bürgerinnen und Bürger für besondere Leistungen gewürdigt: Für 50 Jahre aktives Musizieren und 30 Jahre aktives Dirigieren: Wilhelm Gerhard. Für 50 Jahr aktives Musizieren: Erwin Gerhard, Thomas Hebig, Franz Iff, Matthias May und Herbert Züchner. Für berufliche Leistungen: Luis Nun, er hat ein Stipendium von der Deutschen Wirtschaft während seiner Studienzeit aufgrund seiner guten Leistungen und seinem sozialen Engagement (Vorstand KLJB, Feuerwehr) erhalten. Außerdem hat er die Bachelorprüfung – Studiengang Betriebswirtschaft- mit Auszeichnung bestanden. Mit seinem Einzelhandelsabschluss (Note 1,0) war er Jahrgangsbester.
Hermann Keupp wurde ausgezeichnet für sein ehrenamtliches Engagement seit Jahrzehnten. Er ist Ehrenmitglied bei der Feuerwehr nach 40 Jahre Feuerwehrdienst. Zudem ist er bei allen Arbeitseinsätzen hilfsbereit und verfügbar. Er engagiert sich als Messner in der Pfarrkirche und seit 2007 in der Kirchenverwaltung.