
Für eine Wanderung in der Rhön ist der Herbst die richtige Zeit. Der Wald zeigt sein buntes Laub, die Luft ist klar und die Temperatur angenehm.
Wir hatten uns einen Teil der "Extratour-Kreuzberg" vorgenommen. Ausgangspunkt war der Parkplatz Irenkreuz in der Nähe von Kilianshof. Hier soll der Heilige Kilian gepredigt und getauft haben. Zur Erinnerung wurde an dieser Stelle ein keltische Hochkreuz errichtet. Tatsächlich wurde es erst 1636 aufgestellt, das Oberteil ist aber sehr viel älter. Näheres ist nicht bekannt.
Von hier führte unser Weg bergauf, der Anstieg war nicht schwierig. Erstes Ziel war das Neustädter Haus. Es ist leider dauerhaft geschlossen, also keine Einkehr. Weiter ging es zur Gemündener Hütte, auch hier hat man am Sonntag schlechte Karten, denn die Hütte ist an Sonntagen ebenfalls geschlossen. Unser eigentliches Tagesziel, den Kreuzberg, erreichten wir nach einer weiteren halben Stunde. Hier endlich gibt es eine Einkehr in die Klosterschänke mit dem hervorragenden Klosterbier. Die Speisekarte bietet eine gute Auswahl, auch Deftiges ist dabei. Auf dem Weg zum Kreuzberg bieten sich viele schöne Ausblicke hinunter ins Tal auf Bischofsheim und Wildflecken. Die benachbarten Rhönberge, wie z.B. der Heidelstein grüßen von fern. Wir sind ja auch "Im Land der offenen Fernen". Nach der Rast ging es auf dem gleichen Weg zurück zum Parkplatz.
Unsere Wandergruppe war mit acht Wanderern eher klein, und die Strecke war mit 10 km kurz, aber allen hat es gut gefallen. Das Wetter spielte auch mit, mit etwa 10°C war es ausreichend warm, manchmal zeigte sich, wenn auch sehr verhalten, die Sonne.
Von: Horst Hoffmann (Wanderwart, Steigerwaldklub Castell)
