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Neuses am Berg
Unbekannter Hirte in Neuseser Wanderausstellung
Auf ungewöhnlichem Weg ist die geschnitzte Hirtenfigur in die Neuseser Ausstellung gelangt.
Foto: Dieter Ofenhitzer | Auf ungewöhnlichem Weg ist die geschnitzte Hirtenfigur in die Neuseser Ausstellung gelangt.
Pressemitteilung
 |  aktualisiert: 03.04.2025 02:38 Uhr

Auf ungewöhnlichem Weg ist ein neues Objekt in die Ausstellungsreihe "Wofür mein Herz schlägt" in Neuses am Berg gelangt. Über Nacht stand eine geschnitzte Hirtenfigur auf dem Bruchsteinmäuerchen unmittelbar neben der Kirche St. Nikolaus. Um sie vor drohendem Regen zu schützen, nahm sie Kirchenpfleger Dieter Ofenhitzer mit in die Kirche. Jetzt hat sich der Hirtenjunge in die beliebte Ausstellungsreihe "verirrt" und kann von den interessierten Besuchern an Ort und Stelle betrachtet werden. Dazu ist die Kirche ist täglich geöffnet.

Mit ein paar Rückfragen bei den Nachbarn konnte ein Teil des rätselhaften "Hirtenweges" geklärt werden. Die schon genannte Mauer bildet die Einfriedung des benachbarten Anwesens. Dort wohnte über viele Jahrzehnte bis zu ihrem Tod eine Neuseser Bürgerin. Die nachfolgenden Besitzer haben das Anwesen Zug um Zug renoviert und in ein kleines Schmuckstück verwandelt. Die letzten sechs Jahre wohnte dort Familie Reich, die kürzlich umgezogen ist. Alte Häuser und insbesondere deren Dachböden können viele Geheimnisse bergen. Beim Herrichten des Anwesens für die neuen Bewohner entdeckten die Reichs eben dort die aus Lindenholz geschnitzte Figur. "Es war schon ein bisschen Abenteuerlust, auszuprobieren, was mit der Figur auf der Mauer passieren wird", schmunzelt Frau Reich.

Die Figur stellt einen Hirtenjungen mit Hut, Stab und aus Weiden geflochtenem Proviantkorb dar. Begleitet wird er vom Hütehund, der sich eng an seinen Herrn drückt und den Beobachter aufmerksam mustert. Auffällig sind die Proportionen der Hände und der in Sandalen steckenden Füße. Sie zeugen von viel Bewegung und körperlicher Arbeit. Die aufgekrempelten Hemdsärmel und der abgenutzte Hut verstärken den rustikalen Eindruck noch. Das Werk könnte in den 1920er Jahren entstanden sein. Es ist nicht signiert und seine weitere Vorgeschichte liegt im Dunkeln.

Ganz auserzählt ist die Geschichte an dieser Stelle jedoch noch nicht. Die Wanderschaft des Hirten geht nämlich weiter. Wer sich für das Kunstobjekt interessiert, kann deren Zukunft selbst gestalten. "Ein Anruf bei Pfarrer Nicolas Kehl, Tel.  093248674150, genügt. Wir geben den Hirten gerne in neue Hände", so Kirchenpfleger Ofenhitzer.

Von: Dieter Ofenhitzer (Kirchenpfleger, Kath. Kirchenstiftung Neuses am Berg)

Hat sich in die Neuseser Ausstellung verirrt.
Foto: Dieter Ofenhitzer | Hat sich in die Neuseser Ausstellung verirrt.
 
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