
Das könnte ein Renner werden in Prichsenstadt: Seit kurzem gibt es dort eine Version des Memory-Spiels, mit Motiven aus dem Städtchen und den insgesamt neun Ortsteilen. Für die Kärtchen, die mit Aquarellzeichnungen der Prichsenstädter Hobbykünstlerin Andrea Hofstätter versehen sind, gingen schon in den ersten Tagen über hundert Bestellungen bei der Stadt ein.
Das freute vor allem die Tourismusbeauftragte Katharina Pachtner, die die Memory-Idee hatte. Bürgermeister René Schlehr ist ebenso angetan. Beim Probespielen mit den Hofstätter und Pachtner hatte er seinen Spaß. "Das ist wirklich eine coole Idee, man kann damit ein Stück Heimat nach außen transportieren und hat etwas Originelles zu verschenken." Schlehr sieht es auch als "eine wunderschöne Möglichkeit, Prichsenstadt spielerisch zu entdecken".
Das Memory soll eine Alternative zum Handy sein

Der Anlass, das beliebte Gedächtnisspiel zu entwerfen, war einfach. Beim regelmäßigen Treffen der Tourismusbeauftragten mit den Gastronomen der Stadt hörte Pachtner einen Wunsch: "Sie meinten, es fehle etwas, um die Kinder zu beschäftigen, wenn sie aufs Essen warten. Meist sitzen sie in der Zeit mit dem Handy herum. Dazu wollten wir eine Alternative schaffen", sagt Pachtner. Als Mutter von zwei Kindern weiß sie zudem, wovon sie spricht.
Also kam ihr die Idee mit dem Memory-Spiel. Pachtner erinnerte sich an die Bilder von Andrea Hofstätter, die diese zum 50. Geburtstag der Großgemeinde erstellt hatte. Bei einer Jubiläums-Veranstaltung waren sie alle zusammen auf einer Pinnwand angebracht. Im Original sind sie in Postkartengröße entstanden. Insgesamt malte Hofstätter 25 bunte Kärtchen.
Mehrere Motive aus Prichsenstadt und eins aus jedem Stadtteil

Gemalt wurden sie im Stil Urban Sketching, auch "die Kunst des Augenblicks"genannt. "Ziel ist nicht, dass es möglichst detailgenau ist, sondern den Augenblick festzuhalten", erklärt die Künstlerin. Beim Malen vor Ort soll das dort Erlebte mit einfließen. Hofstätter ist Anhängerin der Bewegung und hat schon mehrmals an Treffen von Gleichgesinnten teilgenommen. Ein Hobby, denn sie ist als technische Redakteurin bei einem Unternehmen beschäftigt und verfasst Bedienungsanleitungen für die von der Firma hergestellten Produkte.
Für ihr Projekt zum Jubiläum der Großgemeinde Prichsenstadt fuhr sie in jeden einzelnen Stadtteil und malte vor Ort ihre Motive mit Bleistift oder Fineliner auf den Block, im Format DIN A6. Später legte sie das Ganze mit Aquarellfarben an. Für das Memory-Spiel wurden die Bilder der quadratischen Kartengröße angepasst und auf Graupappe aufgedruckt.
Die Nachfrage nach dem Prichsenstadt-Memory ist groß

Die Bilder sind mit wenigen Strichen gezeichnet, aus jedem der neun Stadtteile ein Motiv, aus Prichsenstadt sind es mehrere. Der unkomplizierte Blick Hofstätters auf Prichsenstadt war das, was Pachtner ansprach und passte genau zu ihren Vorstellungen vom Memory.
Das sehen anscheinend auch die Menschen so. Die Nachfrage läuft bisher viel besser als gedacht. Das freut Hofstätter. Sie überlegt, ob sie in Zukunft noch weitere Motive hinzufügen wird. "Wenn es so gut läuft, können wir ja eine zweite Auflage machen."
Bestellen kann man das Prichsenstadt Memory für 15 Euro unter stadt@prichsenstadt.de oder bei Katharina Pachtner im Tourismusbüro.