
Sibylle Heisel hat am Dienstag im Kreise von Freunden und Nachbarn ihren 75. Geburtstag gefeiert.
Die Jubilarin wurde am 1. April 1950 in Leipzig als Sibylle Wagner geboren. Wegen drohender Enteignung floh die Familie 1958 in den Westen, wo der Vater eine Arbeitsstelle bei Knauf in Iphofen bekam. Nach dem Besuch der Volksschule ging sie auf das Armin-Knab-Gymnasium und legte 1969 das Abitur ab.
Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied bei der SPD. Sie kandidierte für den Stadtrat und zog 1972 als jüngstes Mitglied in das Gremium ein. Nachdem sie ihr Studium als Volksschullehrerin abgeschlossen hatte, kam sie für drei Jahre an die Schule in Geiselwind. Dort lernte sie ihren Kollegen Klaus Heisel kennen und lieben.
Sibylle Heisel bewarb sich an die St.-Hedwig-Grundschule nach Kitzingen und wechselte nach drei Jahren an die Siedlungsgrundschule. 1976 wurde in der Schwanbergkapelle Hochzeit gefeiert, das junge Ehepaar baute in der Böhmerwaldstraße sein Haus. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die jetzt zusammen mit zwei Enkeln zum Geburtstag gratulierten.
Als Kreisrätin kehrte sie 1990 in die Politik zurück
An ihrer Schule wurde Sibylle Heisel Seminarrektorin für den Landkreis Kitzingen. Wegen der Kinder gab sie 1978 ihr Stadtratsmandat auf, kehrte aber 1990 als Kreisrätin in die Politik zurück und blieb bis 2008 im Kreistag. In ihre Zeit fielen Entscheidungen etwa für die neue Realschule in der Glauberstraße und für die Abfallwirtschaft mit Abfallverwertung – Themen, in die sie sich stolz und begeistert einbrachte.
Nach ihrer Pensionierung fand sie Zeit, sich intensiver um die Enkel zu kümmern. In ihrer Freizeit betreibt sie ihre Hobbys Singen und Zeichnen, und sie unterstützt ihre ehemalige Schule mit Zeichnungen als Grundlage für das pädagogische Jahresmotto. Daneben verfolgt Sibylle Heisel soziale Tätigkeiten, sie kocht und backt in der Winterwärmestube, pflegt neu entstandene Freundschaften, ist Mitglied im Siedlersportverein, im Kirchenchor sowie im Frauenkreis der Friedenskirche.
Beim Gratulationsbesuch des stellvertretenden Landrats Robert Finster bezeichnete sie die Geburt zweier gesunder Kinder und ihre Familie als größtes Glück im Leben. Sie könne voller Dankbarkeit zurückblicken.