
Die Fülle der Aufgaben auch in Zukunft erfolgreich bewältigen zu können, davon zeigte sich die Kleinlangheimer Bürgermeisterin Gerlinde Stier in der Bürgerversammlung am Sonntagnachmittag im VfL-Sportheim überzeugt. Dies auch mit Blick auf einige größere Projekte, die nicht nur für Kleinlangheim, sondern auch in den Ortsteilen Atzhausen, Haidt und Stephansberg anstehen.
Die Bürgermeisterin freute sich, dass trotz Frühlingstags großes Interesse am Geschehen in der Gemeinde bestand und verwies auf einen "soliden Haushalt 2025" mit einem Gesamt- und Rekordvolumen von rund 7,5 Millionen Euro, in dem auch der Gewinn von rund 17.400 Euro von den Photovoltaikanlagen auf den Dächern gemeindlicher Gebäude enthalten ist.
Sie berichtete von der Teilsanierung der Grundschule und der Mittagsbetreuung, zu der auch ein an Ort und Stelle gekochtes Mittagessen gehört. "Eine große Leistung der Frauen, die da kochen, lobte Stier. Angekündigt wurde die Ganztagsbetreuung ab 2026. Sehr zufrieden könne man auch mit der Betreuung im Kindergarten sein.
Wie es mit der Kläranlage weitergeht
Der Neubau der Kläranlage werde mit etwa vier Millionen Euro, eine Sanierung mit rund 3,84 Millionen eingeschätzt, während der Anschluss an die Kläranlage "Schwarzacher Becken" 3,47 Millionen kosten dürfte, "wozu eine Druckleitung von Kleinlangheim nach Atzhausen nötig wird". Aber erst müsse die Kläranlage in Schwarzach saniert werden. "Es wird mit dem Anschluss wohl bis 2031 dauern", so die Bürgermeisterin. Die Finanzierung der Kanalsanierung in Kleinlangheim müsse noch im Ratsgremium geklärt werden, entweder über Gebühren oder Beiträge oder eine Mischkalkulation.
Der Baubeginn für die Erweiterung des Gewerbegebiets an der Haidter Straße wird Ende April starten, es ist auch ein Regenrückhaltebecken notwendig. Nahezu abgeschlossen sind die Arbeiten für das Gemeindehaus in der Kirchenburg, bei dem die Gemeinde Miteigentümer ist und mit 150.000 Euro an den Kosten beteiligt.
Seit 2014 laufen Maßnahmen der Dorferneuerung mit einem Gesamtvolumen von rund 3,8 Millionen Euro. Dazu gehören auch die Sanierung der ehemaligen Schule in Atzhausen, des Kanals in Stephansberg und eine neue Straße mit Pflasterbereichen in diesem Ort. "In Haidt ist die Dorferneuerung abgeschlossen", informierte Stier.
Glasfaserausbau hat viel Ärger bereitet
Als "unendliche Geschichte, die viel Ärger bereitet hat", bezeichnete die Bürgermeisterin den Glasfaserausbau, "aber es besteht die Hoffnung, dass er heuer zu Ende geht". Über den Dorfschätzeverbund wurden Pegelmesssensoren für die Bäche installiert, im Bereich der Wutschenmühle wird parallel zum Wirtschaftsweg für den Hochwasserschutz ein Damm gebaut, für den noch die Zustimmung des Wasserwirtschaftsamtes erforderlich ist.
Die Umverlegung der Staatsstraße 2421 in Atzhausen soll in das Programm des Straßenausbaus aufgenommen werden und in der Atzhäuser Flur wird die Freileitung verschwinden. Berichtet wurde über die verschiedensten Einsätze der Bauhofmitarbeiter von Baumfällungen bis hin zur Landschaftspflege inklusive der Folgen von Biberansiedlungen. "Die Arbeit geht uns nicht aus", meinte Stier.
"Eine Bereicherung für das Dorf"
Großen Beifall in der Runde gab es, als die Bürgermeisterin sich bei allen bedankte, die für die Dorfgemeinschaft in den verschiedensten Bereichen tätig sind. "Solche Leute sind eine Bereicherung für das Dorf." Hervor gehoben wurde auch die Zusammenarbeit im Ratsgremium, "die darauf abzielt, Einigung zum Wohle der Gemeinde zu erreichen". Dass es auch die andere Seite gibt, zeigten Bilder von Vandalismus in der Rathaustoilette. Die Bürgermeisterin sagte zudem, sie müsse sich auch jede Menge Beschwerden zu verschiedenen Bereichen anhören. Zum Thema Grundsteuer kam die Information, dass noch nicht alle Bescheide ergingen.