
Zur letzten Bürgerversammlung in den Iphöfer Stadtteilen sorgten die Dornheimer für ein voll besetztes Schützenhaus. Bürgermeister Dieter Lenzer stellte dabei die zuletzt angepackten Maßnahmen als abgeschlossen und insgesamt gelungen vor.
So konnte die weitgehend vom Landkreis getragene Sanierung der Altmannshäuser Straße nach rund zwei Jahren Bauzeit beendet werden. Bei Baukosten von rund 990.000 Euro wurden Wasserschieber erneuert, Kanäle saniert und Vorbereitungen für den Breitbandausbau getroffen. Gleichzeitig bekamen zwei Seitengässchen einen neuen Straßenbelag. Nach Jahren der Diskussion fand auch die Gestaltung des Spielplatzes am Feuerwehrhaus ein Ende.
In Arbeit befindet sich noch der Hochwasserschutz, den die Stadt für die Stadtteile Dornheim und Birklingen angestoßen hat. Hier werden derzeit Konzepte erarbeitet, anschließend sollen Gespräche mit Bürgern folgen.
Ein Bürger monierte, dass das neue Buswartehäuschen zu wenig Schutz gegen Regen biete. Die Grünfläche, wo Altmannshäuser und Dorfstraße zusammentreffen, ist nach Kenntnis von Bauamtsleiter Matthias Kurth angesät. Anwohner kritisierten aber, dass auf der Grünfläche Fahrzeuge abgestellt würden.
Der ehemalige Stadtrat Joseph Schmer brach eine Lanze für die Zusammenarbeit von Bauamt, Bauhof und Baufirma. Hier sei während der gesamten Bauzeit hervorragende Arbeit geleistet worden. Ein Bürger beklagte, dass entlang der Straße zu wenig an Fußgänger gedacht worden sei.
Bürgermeister stellt sich Kritik und bleibt geduldig
Stefan Lenzer hatte eine ganze Reihe an Beschwerden und Anträgen im Gepäck, die von unbezeichneten Altlasten, Feldgeschworenenrechnungen, E-Lademöglichkeiten am Feuerwehrhaus über das Mulchen von Weg- und Ackerrändern bis zur Aufforderung an Bürgermeister Lenzer und die Stadtverwaltung reichten, entsprechend der Gemeindeordnung zu handeln. Er bezog sich auf Schriftverkehr, den der Bürgermeister unbeantwortet lasse. Insgesamt sah er sich benachteiligt behandelt, nicht nur von der Stadtverwaltung, auch in der Versammlung.
Der Bürgermeister ließ ihn reden und beantwortete Fragen und Stellungnahmen geduldig und unbeeindruckt, auch als Stefan Lenzers teils drastische Formulierungen in der Versammlung Kopfschütteln und Murren auslösten. Der Bürger zeigte sich gewohnt informationsresistent und mochte Darstellungen aus dem Bürgermeisterbericht nicht akzeptieren.