Viele kamen zur Weihe des neuen Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) der Freiwilligen Feuerwehr Seinsheim durch Pastoralreferentin Andrea Friedrich. Beim Kauf hat sich die Gemeinde mit vier anderen Wehren zusammengeschlossen.
Bürgermeisterin Ruth Albrecht sprach von einem historischen Tag für die Marktgemeinde, da eine solche Beschaffung eines Fahrzeugs so schnell nicht wieder möglich sein werde. Rund 220.400 Euro habe das Fahrzeug gekostet. Abzüglich der Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 56.400 Euro habe die Gemeinde 164.000 Euro bezahlt.
Alles, was bei einer europaweiten Ausschreibung möglich sei, habe man ausgeschöpft. Diese sei zusammen mit Marktbreit, Martinsheim, Schwarzenau und Simmershofen (Landkreis Neustadt Aisch/Bad Windsheim in Mittelfranken) erfolgt. Zwei Verwaltungsgemeinschaften – Uffenheim und Marktbreit – sowie der Markt Schwarzach hätten "unter einen Hut gebracht" werden müssen. Die fünf Fahrzeuge hätten nämlich baugleich sein müssen.
Fahrzeug ist mit Hochwasserpumpe und Kettensäge ausgerüstet
Das verdeutlichte auch Kommandant Stefan Düll. Vor drei Jahren sei das Projekt "Neues Fahrzeug" gestartet. Düll erzählte vom Wunsch an den Gemeinderat, von der Entscheidung für den Fahrzeugtyp, von der Kontaktaufnahme mit den anderen Gemeinden und Feuerwehren, von vielen Treffen – auch unter Corona-Bedingungen, von der Ausschreibung und der Abholung des Fahrzeugs.
Das 180 PS starke Fahrzeug hat eine Last von 7,2 Tonnen und einen 1000 Liter fassenden Wassertank. Des Weiteren gibt es auch eine Hochwasserpumpe und eine Kettensäge. Insbesondere der Wassertank war der Wehr wichtig. Denn bis das neue Fahrzeug da gewesen sei, habe die Wehr 21 Einsätze gehabt, davon acht Brände in Wald und Flur. "Da stehst du halt ohne Wasser blöd da", sagte Düll.
Altes Seinsheimer Fahrzeug jetzt in Tiefenstockheim
Die Bürgermeisterin dankte Stefan Düll und Florian Bergmann, die das Projekt federführend vorangebracht hätten. Zudem hätten sich auch Martin Dorsch, Michael Berninger und Stefan Wägelein engagiert. Bei der Abholung seien zudem Axel Schiffmeyer und Dietmar Korn dabei gewesen. Auch Albrecht selbst war mit dabei, denn sie habe sehen und verstehen wollen, wie und wo die 220.000 Euro verbaut worden seien.
Auf Grund der Trockenheit sei auch für sie ein Wassertank wichtig gewesen. Auch wenn sie der Feuerwehr keine Einsätze wünsche, so werde es wohl gerade wegen des Wassertanks nun mehr Einsätze geben. Das "alte" Seinsheimer Fahrzeug sei an die Feuerwehr Tiefenstockheim gegangen.
Kreisbrandrat Dirk Albrecht sah das Geld gut angelegt, denn man müsse dies auf 20 Jahre verteilt sehen. Dass das neue Fahrzeug die Mannschaft immer heil nach Hause bringen möge, wünschten die Ortsteilkommandanten Bernd Mark (Wässerndorf) und Sven Stark (Tiefenstockheim).