
Vor kurzem lud der Kulturhistorische Kreis Dettelbach e.V. (KHK) die interessierte Öffentlichkeit zum "Historischen Abend" in das Historische Rathaus der Stadt Dettelbach. Dabei stand insbesondere das starke Bevölkerungswachstum der Stadt und seiner Ortsteile im Zuge des Zweiten Weltkriegs im Mittelpunkt.
Die Stadtarchivarin Julia Müller-Halbleib präsentierte den geschichtlichen Rahmen in Zahlen, durch Fotos und Landkarten. Johannes Falkenstein, der Vorsitzende der Heimatgruppe Haslau und Umgebung e.V., berichtete von den Heimatvertriebenen aus dem Nordwesten Böhmens und welche Rolle Dettelbach bis heute für sie spielt.
Ernst Plannasch erzählte von der Flucht seiner Familie in den Westen, wie sie in Dettelbach ankam und im Sattlergewerbe und in der Baubranche Fuß fasste. Vertriebene und Geflüchtete stehen auch heutzutage vor unfassbaren Herausforderungen.
Vor diesem Hintergrund betonte Lothar Voltz, wie bereits seine Eltern ihr Hab und Gut mit Neuankömmlingen in Not teilten und wie sehr es ihn erfüllt, auch heute geflüchtete Menschen aus erster Hand zu unterstützen. Im Verlauf des Abends teilten noch weitere Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geschichten, wie und wann sie oder ihre Vorfahren sesshaft wurden, darunter der Bürgermeister der Stadt, Matthias Bielek, und der Bildhauer und Maler Roger Bischoff.
Neben zukünftigen kulturhistorischen Veranstaltungen warb der Vereinsvorsitzende, Sebastian von Mammen, für die Teilnahme an der Interview-Sammlung des KHK. Weiterführende Informationen werden auf www.khk-dettelbach.de zur Verfügung gestellt.
Von: Sebastian von Mammen (Erster Vorsitzender, Kulturhistorischer Kreis Dettelbach e.V.)
