
"Sag ja zu Deiner DJK" – diesem Leitspruch folgt Hermann Lorey schon sein Leben lang. Ein äußerst engagierter und verdienter DJKler tritt jetzt, nach vielen Jahrzehnten im Vorstand des Sportvereins Stadelschwarzach, kürzer.
Dass er Fußball spielen würde in Stadelschwarzach, war schon früh klar, er war talentiert. Nach der Jugend war Linksfuß Hermann "Bazi" Lorey mehrere Jahrzehnte eine feste Bank in der Abwehr der Fußball-Herrenmannschaft. Dazu kam vor zwanzig Jahren noch die Leidenschaft fürs "Pfeifen". Seitdem sorgt Lorey als Schiedsrichter für Fairness auf den Fußballplätzen der Region.
Sein Motto war: weniger reden und mehr mit anpacken
Neben seinem großen sportlichen Engagement lag ihm die Vereinsführung am Herzen. Von 2006 an war Hermann Lorey im DJK-Vorstand ganz vorne dabei. Zwei Jahren als dritter Vorsitzender folgten 17 Jahre an der Spitze des Klubs. Zusammen mit seinem Team hat er viel bewegt, organisiert, arrangiert und auch immer zuverlässig selbst Hand angelegt als ehrenamtlicher Helfer für seine DJK. Dabei blieb er stets seinem Motto treu: "Weniger reden, dafür umso mehr mit anpacken".
Wo Hilfe gebraucht wurde, war Hermann Lorey zur Stelle und hat es einfach gemacht. Jetzt, nach vielen Jahrzehnten vorbildlichen Einsatzes, tritt der 55-Jährige in den Hintergrund. Als Beisitzer im Vorstand wird er den Verein weiter unterstützen, sich nach wie vor einbringen und mit anpacken, wo er und sein Erfahrungsschatz gefragt sind.
Der gesamte DJK-Vorstand dankte Lorey von Herzen für jahrzehntelangen Einsatz. Von den Mitgliedern gab es bei der Generalversammlung lang anhaltenden Applaus. Bereits im vergangenen Jahr hatte er die Sonderehrung des Bayerischer Fußball-Verbandes für verdiente ehrenamtliche Vereinsarbeit erhalten.
Neuer Vorstand mit einem Trio an der Vereinsspitze
Der neu gewählte Vorstand setzt sich zusammen aus Martin Fackelmann, Rainer Mandel, Martin Krapf (gleichberechtigte Vorsitzende), Josef Müller (Kassier), Ellen Göllner (Schriftführerin), Sabrina Schulz (stellvertretende Schriftführerin), Matthias Reichert (sportlicher Leiter), den Beisitzern Maximilian Dietrich, Stefan Reichert, Andreas Burger, Andreas Dietrich, Christof Kleedörfer, Christian Lorey, Markus Fick, Thomas Ebert, Eugen Lorey und Herman Lorey sowie den Kassenprüfern Anna Burger und Heinz Dietrich.

Während es beim DJK-Damenfußball gerade gut läuft (tolle Teamstärke, hohe Motivation und Platz eins in der Bezirksliga), gilt der Herrenfußball, die Spielgemeinschaft mit dem TSV Prichsenstadt, ein bisschen als Sorgenkind im Verein. Vor allem der Kader der zweiten Mannschaft, der sogenannten Reserve, ist sehr dünn aufgestellt, ein Fortbestand über diese Saison hinaus ist nicht gesichert. Aktuell arbeitet der Vorstand an einem zukunftsfähigen Konzept.
Auch die weiteren sportlichen Gruppen der DJK (Gymnastik, Faustball) könnten neue, junge Mitglieder gut vertragen. Generell war die sportliche Ausrichtung des Vereins Thema bei der Versammlung. Der sportliche Leiter Martin Krapf regte an, neue Sportarten wie Tischtennis in der DJK zu etablieren. Gut läuft es hingegen beim Angebot von Tanzkursen. In den vergangenen zwei Jahren wurden neun Kurse veranstaltet, die alle ausgebucht waren. Auch das Sportheim als Veranstaltungsraum erfreut sich hoher Beliebtheit in der Region.