
Ein wenig Wehmut schwang mit, doch überwog die Fröhlichkeit bei der Verabschiedung von Pfarrer Peter Stier in den Ruhestand. Die Freude über die Zeit miteinander stand am Sonntag Laetare (sich freuen) im Mittelpunkt. Stier war glücklich, dass so viele in die Kirche nach Marktsteft gekommen sind. "Es wäre toll, wenn die Kirche öfters so voll wäre", meinte er.
Gleich zu Beginn gab es von den Kindergartenkindern ein gesungenes Danke – vier Strophen für den Pfarrer, persönlich gedichtet. "Zu jeder Zeit haben wir gespürt, wie wichtig dir der Kindergarten war", sagte Leiterin Anke Gernert.
Den Menschen von klein auf Gutes zu vermitteln, das wollte Stier. Das Gute brauche Vorbilder. Denn der Glaube werde erschüttert, wenn so viel Böses geschieht. In seiner letzten Predigt im aktiven Dienst verdeutlichte er, dass das Böse immer wieder mit Gutem überwunden werden könne. "Ein guter Christ ist Optimist", zitierte er Martin Luther.
Dekanin Kerstin Baderschneider entpflichtete Pfarrer Stier von seinen Aufgaben in den Pfarreien Michelfeld und Marktsteft. "Die Menschen sind ihm ans Herz gewachsen und umgekehrt", sagte die Dekanin. Er sei ein "Pfarrer zum Anfassen" gewesen.
Musikalisch wirkten neben der Orgel der Posaunenchor unter der Leitung von Walter Dienesch und das VICA-Ensemble (Dresden) unter Leitung von Peter Stiers Sohn Richard mit.
Die Grußwortredner und -rednerinnen bestätigten dies. Charmant und humorvoll moderierten die Vertrauensfrauen Angelika Senft (Michelfeld) und Beate Wende (Marktsteft) die Reden. Für die Marktstefter Vereine sagte Kreisbrandrat Dirk Albrecht Danke, die Michelfelder Vereine hatten dies schon beim Gottesdienst in der Michelfelder Kirche am Vormittag getan. Das Wirken von Stier würdigten stellvertretender Landrat Robert Finster, Bürgermeister Thomas Reichert, Konrektorin Alexandra Sauer (Schulen), Dekan Gerhard Spöckl (katholische Kirche), Paul Häberlein (Pfarrkapitel), Eva Thelen (Pfarrerverein), Dieter Brückner (Präsidium der Dekanatssynode) sowie Kirchenvorstände und Diakonieverein. Peter Stier selbst machte es kurz: Er sagte Danke für alles.