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Albertshofen
Albertshofen verzeichnet Rekord-Sollüberschuss und kann den Sparstrumpf füllen
Die Umgestaltung des Rathausvorplatzes ist das einzige Großprojekt, das die Gemeinde Albertshofen in Angriff nehmen konnte. Es wird heuer im Haushalt definitiv abgewickelt.
Foto: Hartmut Hess | Die Umgestaltung des Rathausvorplatzes ist das einzige Großprojekt, das die Gemeinde Albertshofen in Angriff nehmen konnte. Es wird heuer im Haushalt definitiv abgewickelt.
Hartmut Hess
 |  aktualisiert: 02.04.2025 14:38 Uhr

Banal betrachtet, hat die Gemeinde Albertshofen das Hauhaltsjahr 2024 mit einem Rekord-Sollüberschuss von 5,4 Millionen Euro abgeschlossen – was für sich genommen sehr erfreulich ist. Doch die Kehrseite der Medaille ist, dass die drei Großprojekte Rathausvorplatz sowie die Teilsanierungen des Rathauses und auch der Spinnenbergstraße 6 nicht umgesetzt werden konnten. Der Zeitverzug in der Planungsphase bei den drei Projekten führte dazu, dass die eingestellten Gelder nicht ausgegeben wurden und zu dem Sollüberschuss führten.

Der Gesamthaushalt steigt heuer um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 11,66 Millionen Euro, was eine Rekordmarke für Albertshofen darstellt. Dabei ist die Einkommenssteuerbeteiligung mit 1,45 Millionen Euro die größte Einnahme, gefolgt von den Schlüsselzuweisungen für finanzschwache Kommunen aus München mit 1,15 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer bildet bei den Einnahmen mit 360.000 Euro keine prominente Rolle.

Bei den Ausgaben schlagen zwei Positionen markant zu Buche:  wie die Kinderbetreuung mit brutto 1,17 Millionen und die abzuführende Kreisumlage von 1,18 Millionen Euro. Ordentlich Geld kosten die VG-Umlage mit einer halben Million Euro sowie die Abwasserbeseitigung mit 355.000 Euro. Die Gemeinde wirtschaftet gut und unter dem Strich verbleiben im Verwaltungshaushalt 258.000 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können.

Keine Kreditaufnahme nötig

Nach der Prognose von Kämmerer Michael Schmitt aus der Verwaltungsgemeinschaft wird sich die Zuführung in den Folgejahren positiv entwickeln mit fast 400.000 Euro im Jahr 2028. Zu den größeren Posten unter den Gesamtinvestitionen von 3,6 Millionen Euro gehören die Rathaussanierung (750.000 Euro), Rathausvorplatz (445.000 Euro), Umbau Spinnenbergstraße 6 (150.000 Euro), Ausbau Friedrich-Hiller-Straße 480.000 Euro), Errichtung von Tiny-Häusern (300.000 Euro), Photovoltaikanlagen für Bauhof und Gartenlandhalle (200.000 Euro), Sanierung Ahornweg (200.000 Euro), eine halbe Million Euro für den Erwerb unbebauter Grundstücke sowie 130.000 Euro für einen Gemeindeschlepper. Eine Ermächtigung für Kassenkredite gibt es nicht; "das Konto zu überziehen ist für Albertshofen unvorstellbar", bemerkte der Kämmerer.

Angesichts des Sollüberschusses von 2024 verwundert es nicht, dass die Gemeinde keine Kredite aufnehmen muss, um die Vorhaben in diesem Jahr finanzieren zu können. Vielmehr kann die Gemeinde über 2,6 Millionen Euro in den Sparstrumpf stecken. Die Verschuldung betrug zum Jahresbeginn 229.000 Euro und wird sich bis Jahresende planmäßig auf 189.000 Euro reduzieren. Dann wird die Pro-Kopf-Verschuldung nur noch 82 Euro betragen, womit sich Albertshofen weitab des Landesdurchschnitts vergleichbarer Kommunen von 762 Euro bewegen.

 
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