
Weiterhin auf einem guten Weg ist die Stadt Zeil mit ihren Finanzen. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am Montag einstimmig den Haushaltsplan 2025, der weiterhin ohne die Neuaufnahme von Schulden auskommt. Das Gesamtvolumen beträgt über 17,5 Millionen Euro, wobei dem Verwaltungshaushalt gut 14 Millionen Euro und dem Vermögenshaushalt über 3,5 Millionen Euro zuzuordnen sind. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt beträgt 837.050 Euro und übertrifft damit klar die Mindestzuführung von 372.560 Euro, die der Tilgungsraten der noch laufenden Kredite entspricht. Der voraussichtliche Schuldenstand am Jahresende 2025 wird sich auf rund 2,9 Millionen Euro belaufen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 518 Euro entspricht.
Das größte Einzelprojekt ist die notwendige Kanalsanierung in den Grabengärten, die insgesamt über eine Million Euro verschlingt. Neben den bereits im vergangenen Jahr eingeplanten 600.000 Euro, stehen heuer nochmals 434.000 Euro für die Maßnahme im Haushalt. Weitere große Vorhaben sind die barrierefreie Umgestaltung der Altstadt (392.000 Euro) und die Sanierung der Oskar-Winkler-Straße (193.000 euro). Für die Umgestaltung des Stadtsees mit Ausbaggerung und Brückensanierung sind in diesem Jahr nochmals 150.000 Euro vorgesehen, nachdem bereits 2024 ein Betrag in Höhe von rund 135.000 Euro im Haushalt gestanden hatte.

Auch wenn im Haushaltsplan stolze 285.000 Euro für die Sanierung des Kreuszweges hinauf zum Käppele zu Buche schlagen, kommt die Stadt Zeil hier relativ günstig davon. Neben eingegangenen Spenden aus der Bevölkerung ist auch mit einer hohen Förderung zu rechnen, sodass sich hier der Eigenanteil der Stadt auf etwa 30.000 Euro bis 40.000 Euro reduziert, erklärte Kämmerer Markus Derleth.
Für Bürgermeister Thomas Stadelmann bestätigte es sich wieder einmal, dass der eingeschlagene Weg der Haushaltskonsolidierung der richtige Weg sei: "Trotzdem haben wir Investitionen getätigt, die die Zeil ein Stück weit voranbringen". Verwaltung und der gesamte Stadtrat haben stets Hand in Hand gearbeitet, so dass der Kurs beibehalten werden konnte und seit 2016 keine neuen Darlehen aufgenommen werden mussten. Die Stabilisierungshilfe, die die Stadt in den vergangenen acht Jahren in Höhe von insgesamt 7,4 Millionen Euro erhalten habe, war eine große Hilfe, aber fällt ab sofort weg, so Stadelmann.
Einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro muss hingegen das Stadtwerk Zeil in diesem Jahr aufnehmen. Dazu kommen nochmals 300.000 Euro, die bereits 2024 eingeplant aber damals nicht in Anspruch genommen wurden. Dafür sind Investitionen von über einer Million Euro geplant, zum Beispiel im Bereich der Strom- und Wasserversorgung, erklärte Werkleiter Andreas Trautner. Nach Kreditneuaufnahme und planmäßiger Tilgung bestehender Darlehen ist zum 31. Dezember 2025 ein Schuldenstand in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro geplant. Im Erfolgsplan 2025 wird von einem Umsatz in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro ausgegangen und einen voraussichtlichen Gewinn in Höhe von um die 60.000 Euro.
Nach einer neuen Ausschreibung der Abfuhr von Rest- und Biomüll mussten durch diese Neuvergabe die Abfallgebühren neu kalkuliert werden. Die Müllabfuhrgebühren inklusive der Biotonne betragen nun ab 1. April 2025 bei vierwöchentlicher Leerung 13,80 Euro monatlich statt wie bisher 12,18 Euro. Der neue Preis für die zweiwöchentliche Leerung beträgt nun monatlich 15,90 Euro (bisher 13,98 Euro). Der Stadtrat beschloss einstimmig die neue Gebührensatzung.