Die Silbersandsteinhöhle bei Stettfeld. Hier wurde feinkörniger und glimmerreicher Sand abgebaut. Eingesetzt als Scheuermittel konnten damit Tische geschruppt werden, auch als Streusand fand es Verwendung. Der Eingang ist durch ein Gitter abgesperrt, die Höhle kann jedoch nach Anmeldung besichtigt werden. Sie gilt unter Fachleuten als "Fenster in die Erdgeschichte".
Die Wolfsgrube bei Dippach: Wer in eine Wolfsgruben hineintappte, fiel 3,5 Meter in die Tiefe. Aus dieser Gefangenschaft konnte sich kein Wolf befreien. Mit langen Speeren und Spießen wurde seinem Leben ein Ende bereitet. Zwei Meter Durchmesser hatte die Grube, sie war bedeckt mit Gräsern, Baumrinde und Laub. Als Köder dienten lebende Lämmer, Hühner oder auch schnatternde Gänse.
Die Waldkapelle bei Fatschenbrunn im Steigerwald: Das Kirchlein wurde 1730 errichtet, aus Dankbarkeit: schwer mit Holz beladen ging es für einen Fuhrmann im Steigerwald das Tal hinunter, als die Bremse, ein sogenannter Hemmschuh, ihren Dienst versagte. Das Gefährt raste ungebremst den Hohlweg herunter, und kam glücklicherweise auf der Ebene unversehrt zum Stehen. Die Kapelle genießt zeitlose Wertschätzung: im Zweiten Weltkrieg war sie Anlaufstelle für das Gebet an die Heilige Maria, und noch heute führt eine Wallfahrt aus Fatschenbrunn alljährlich zu ihr.
Das Rennerkreuz bei Fabrikschleichach: Hier traf 1768 Revierförster Johann Renner auf zwei Wilderer, die ihm aus nächster Nähe in den Leib schossen. Der Schwerverletzte wurde in einem Backtrog nach Hause getragen. Tags drauf starb er im Alter von 35 Jahren, hinterließ Ehefrau und zwei Kinder. Vier Jahre später erschlugen drei Revierjäger am Euerberg einen Schuster. Von den Täterfamilien wurde ein Sühnestein errichtet.
Der Kreuzstein von Weißenbrunn: Die weitere Geschichte kommt aus Jesserndorf: Von dort aus machten sich zwei Mädchen auf den Weg nach Welkendorf, um gemeinsam mit Freundinnen zu spinnen. Ihre Spinnräder hatten sie dabei. Auf dem Heimweg gerieten sie im Gespräch um zwei Burschen so in Streit, dass sie sich gegenseitig erschlugen.
Die "Schmierhütte" im Bundorfer Forst, ein moderner Bau, erinnert an die alte Kunst der Pechherstellung. Dieses schwarze, teerartige Material fand Anwendung als Schmier- und Dichtungsmittel zum Abdichten von Bierfässern. Zur Herstellung ritzten die "Pechler" schräge Kerben in die Stämme von Nadelbäumen. Harz trat heraus und wurde in Pechhütten gereinigt und zu Siedepech verkocht.
Der Kohlemeiler steht auf dem Zabelstein. Holzkohle war zur Verhüttung von Eisen unentbehrlich. Die Brennkammern des Kohlemeilers wurden mit Buchenscheiten gefüllt, luftdicht abgeschlossen und durch einen Kanal angebrannt. Der Rauch konnte durch die Kamine abziehen. Das Endprodukt Holzkohle enthielt bis zu 90 Prozent reinen Kohlenstoff. Das Befüllen des Meilers mit Holz dauerte einen Tag, das Verkohlen zwei Tage, das Abkühlen und Entleeren weitere vier Tage.
Die Burgruine Ebersberg: 1115 wurde die Burg vom Bamberger Bischof Otto I. erbaut oder erworben. 1525 im Zuge des Bauernkrieges zerstört. Direkt wieder in Stand gesetzt, 1634 im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts dienten ihre Steine Zeller Bauern zum Hausbau, nur noch wenige Meter Mauer verblieben. Der ehemalige Burghof liegt heute unter einem meterhohen Abbruchschutt verschüttet.
Die Schwedenschanze von Eichelsdorf: Unscheinbar und doch voller Historie: die Schwedenschanze. Die heute noch erkennbare Befestigung stammt aus dem frühen Mittelalter. Ihre Durchmesser liegen bei 330 Metern Ost-West und 170 Metern Nord-Süd. Wie die Bayerischen Staatsforsten berichten, diente der Platz einst als Sitz des Druiden und war ritueller Ort. Ihre Besiedelung reicht 3000 Jahre zurück: "In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurden viele Keltenschanzen zu wehrhaften Wallanlagen erweitert bzw. umfunktioniert, sodass sie der Bevölkerung Zuflucht vor den Truppen des Schwedenkönigs boten". Der Aussichtsturm lässt weit blicken: zur Rhön, der Fränkischen Alb und dem dem Steigerwald.
Die Burgruine Rotenhan bei Eyrichshof: Sie gilt als eine der ungewöhnlichsten Burganlagen Bayerns, die Ruine der hochmittelalterlichen Felsenburg Burg Rotenhan. Einige Bauteile der Burg wurden aus dem Felsen herausgemeißelt, was noch heute gut erkennbar ist. In der Ausstellung steht geschrieben: "Im Jahre 1323 belagerte der Würzburger Bischof Wolfram Wolfskeel von Grumbach die Burg etwa ein Jahr lang unter dem Vorwand der Falschmünzerei, des Totschlags von Stiftbürgern und des Viehraubs. Sie durfte nie wieder aufgebaut werden, im Tal entstand die Burg Eyrichshof. Dort wurden Mauersteine der geschleiften Burg Rotenhan als Bausteine wiederverwendet."