
Auch in Eltmann werden die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren weniger, doch Bürgermeister Michael Ziegler vermittelte in der gut besuchten Bürgerversammlung in der Stadthalle die Sicherheit, auch damit umgehen zu können. Der Stadtrat von Eltmann habe sich schon immer durch überlegtes Haushalten ausgezeichnet, erklärte er. Dabei ist die Verschuldung in den vergangenen zwei Jahren deutlich angestiegen, doch die Investitionen in den neuen Kindergarten, das Standesamtsgebäude und die Wasserversorgung seien zukunftsträchtige Investitionen. Dazu zählten auch die Spielplatzsanierungen, die jetzt abgeschlossen werden könne. Sämtliche Spielplätze in Eltmann und Stadtteilen wurden unter Einbeziehung der Kinder neugestaltet, rund 60.000 Euro flossen dabei in jeden Platz. Für diese Investitionen gab es in der Versammlung sogar Szenenapplaus.
Viel habe Eltmann auch bisher schon in Sachen erneuerbare Energien und damit Ausgabenkontrolle getan, so Bürgermeister Ziegler, auch wenn die Photovoltaikanlage auf dem Kindergarten Weisbrunn das erste richtig sichtbare Projekt ist. Das Hackschnitzelheizwerk, mit dem Eltmann bereits in den 1980er Jahren in das Thema Nahwärmeversorgung eingestiegen ist, gehört schon zur Selbstverständlichkeit. Daneben wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Blockheizkraftwerke installiert, wo Heizungen ersetzt werden mussten, beispielsweise für Stadthalle und Rathaus. Weil die Kläranlage sehr viel Strom verbraucht, plane der Zweckverband mit Ebelsbach dort auf den Dächern die nächste Photovoltaikanlage, erklärte Michael Ziegler.
Sehr gut sei die Entwicklung im Industriegebiet auf den früheren Kugelfischer-Flächen. So sei die ehemalige "Rennbahn", auf der einst die ABS-Systeme für Motorräder im Echtbetrieb getestet wurden, bereits abgebrochen. Hier wird die Firma Pannatoni ein großes Logistikzentrum errichten. Auch Tennet errichtet ein großes Logistikgebäude mit Schulungszentrum und ReFood zieht ebenfalls von Limbach ins Industriegebiet und wird sich dort deutlich vergrößern.
Kritik gab es an der Schließung des MVZ in Eltmann, jetzt gebe es hier keine Möglichkeit des Röntgens mehr. Dazu erklärte Michael Ziegler, dass die Haßberg-Kliniken und auch das MVZ, zu dem die Außenstelle Eltmann gehörte, massiv daran arbeiten, das Defizit zu verringern. Die Anforderungen an die Apparatemedizin seien heute so hoch, dass sie nicht mehr überall dezentral vorgehalten werden könnten. Das zeige auch die Tatsache, dass kaum noch Arztpraxen ein Röntgengerät betreiben.
Rücksichtloses Verhalten von Mitbürgern auf dem Fahrrad, mit dem Auto, an der Hundeleine oder an den Glascontainern waren die überwiegenden Themen, die die Anwesenden vorbrachten. Hier sind die Möglichkeiten der Stadt allerdings weitgehend auf Appelle im Mitteilungsblatt beschränkt. In Sachen Glascontainer, der vor allem in den Weingärten bis tief in die Nacht und sonntags benutzt wird, habe man schon ein geräuschärmeres Modell aufstellen lassen. Ansonsten sei hier die Rücksichtnahme gefordert, die Benutzungszeiten seien schließlich festgelegt.
Verschiedene Anliegen bezüglich der Bamberger Straße habe der Stadtrat auch schon beim Staatlichen Bauamt vorgebracht sei aber immer wieder abgeblitzt. Weder auf eine Verschiebung des Ortsschildes in Richtung Bamberg noch Markierungen auf der Fahrbahn, die mehr Orientierung geben würden, konnte er Hoffnung machen. Alles schon mindestens einmal abgelehnt. Im Ausblick kündigte Michael Ziegler die Eröffnung des neuen Kindergartens für Mai an. Und an der Schlossteige würden schon bald die neuen Trinkwasserhochbehälter errichtet.