Die extremen Schneefälle in Oberbayern sorgen für chaotische Verhältnisse. Bäume stürzen um, Lawinen stürzen ins Tal, Schneemassen versperren Straßen und Autobahnen, der Nahverkehr ist lahmgelegt. Unter der Last der weißen Pracht brechen Äste und Bäume. Damit dies nicht auch mit den Hausdächern geschieht, die unter einer immensen Last ächzen, sind ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerkes THW aus ganz Bayern - auch aus Haßfurt - im Süden im Einsatz.
Die Gefahr steigt
In den Alpen bleibt die Lage wegen des Winterwetters angespannt. Es schneit unaufhörlich, weshalb immer mehr Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Doch am meisten Sorgen bereiten den Behörden die Schneelasten auf den Dächern. Hunderte Helfer und Soldaten sind pausenlos damit beschäftigt, die weißen Massen von den Häusern zu räumen, berichtet unter anderem die ARD-Tagesschau. Große Sorgen bereitet den Helfern die Wettervorhersage, dass es am Wochenende regnen soll. Dadurch würden die Lasten, die von den Dächern ohnehin schon getragen werden müssen, noch einmal gewaltig zulegen. Damit steige die Gefahr, dass ganze Gebäude unter der Last zusammenbrechen. Da werden auch Erinnerungen wach an Bad Reichenhall im Jahre 2006, als dort das Dach einer Eishalle unter dem Gewicht des Schnees eingestürzt war und 15 Menschen ums Leben kamen.
13 Helfer aus Haßfurt
Auch der Ortsverband Haßfurt beteiligt sich mit 13 Helfern an dem Einsatz in Oberbayern. Darunter vier Baufachberater, das sind Spezialisten für Schneefeldmessung zur Bestimmung von Dachlasten. Diese Helfer unterstützen die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Landratsämtern vor Ort in Berchtesgaden bei ihrer jeweiligen Entscheidung, ob ein Dach vom Schnee geräumt werden muss. Und wenn ja, wie viele Helfer das jeweilige Dach gewichtsmäßig noch verkraften kann. Dazu messen sie die vorhandene Schneelast auf den Dächern.
Ein Vortrupp der Spezialisten aus Haßfurt ist bereits seit Donnerstag vor Ort in Oberbayern, die „Nachhut“ machte sich am Freitag auf den Weg. Der Aufenthalt der Haßfurter Helfer – neun sind im technischen Zug – ist vorerst bis Sonntag terminiert, kann aber bei Bedarf durchaus noch verlängert werden.