
Das Bibelzitat "Die Letzten werden die Ersten sein" könnte man fast auf die Freiwillige Feuerwehr Limbach anwenden. In der Bürgerversammlung stellte Bürgermeister Michael Ziegler die Planungen für das lange erwartete neue Feuerwehrgerätehaus vor. Dieses fällt deutlich größer aus, als ursprünglich geplant, denn die Rahmenbedingungen haben sich durch überregionale Fahrzeuge geändert.
"Limbach ist der größte Stadtteil und hat das schlechteste Feuerwehrgerätehaus", so Bürgermeister Ziegler. Seit Jahren beschäftigten sich die Stadt Eltmann und die Limbacher Feuerwehr mit der Möglichkeit eines Neubaus. Vor allem der Standort war nicht einfach zu finden. Jetzt hat die Stadt Grundstücke und Gebäude an der Kindergartenstraße erworben. Durch deren Abbruch entsteht Platz für ein zukunftsorientiertes Feuerwehrgerätehaus, das nicht nur Platz für die zwei Fahrzeuge und die sehr engagierten Aktiven der Limbacher Wehr bietet, sondern insgesamt fünf Stellplätze.
Der Grund sind zwei Katastrophenschutz-Fahrzeuge, um die sich Eltmann beim Freistaat Bayern bewarb und für die es auch den Zuschlag erhielt. Es handelt sich dabei um einen Sanitär-Anhänger, der auch schon geliefert wurde, und um einen Versorgungs-Lkw. Da die Feuerwehr in Eltmann keine Erweiterungsmöglichkeiten hat, bot es sich an, die Planungen in Limbach anzupassen und gleich noch eine Reserve-Halle für die Zukunft mit einzuplanen.
Feuerwehrhaus wird nächstes großes Bauprojekt der Stadt
Die Detailplanungen und Finanzierungsgespräche sind zwar noch nicht abgeschlossen, doch steht fest, dass nach Fertigstellung des vierten Eltmanner Kindergartens das Feuerwehrgerätehaus Limbach die nächste große Hochbaumaßnahme wird. Bürgermeister Ziegler betonte in Limbach wie in allen Bürgerversammlungen den hohen Einsatz aller Feuerwehr-Aktiven in Eltmann und den Stadtteilen und deren hervorragende Zusammenarbeit. Höchste Anerkennung zollten auch die Teilnehmer der Bürgerversammlung den Ehrenamtlichen, die bei ihren Einsätzen oft auch sehr belastende Situationen erleben und später verarbeiten müssten, wenn es Personenschäden oder gar Todesopfer gibt.
Die vorgestellten Planungen fanden im vollbesetzten Pfarrsaal viel Anklang. Insgesamt gab es nicht wirklich Kritik an Stadtverwaltung oder Stadtrat. Den Toilettenzugang im Friedhof alters- und behindertengerechter zu gestalten, das lasse sich sicher in Zusammenarbeit mit der Kirchenstiftung realisieren, erklärte der Bürgermeister auf eine Bitte aus der Versammlung.
Bei Ausweisung von Baugebieten stößt die Stadt an Grenzen
Ob das Siedlungsgebiet "Sandwühl" noch erweitert werden könnte, sei schwieriger zu beantworten, so Ziegler, denn im Flächennutzungsplan sei keine weitere Wohnbebauung vorgesehen und schon bei der Planung der bestehenden Siedlung habe der Denkmalschutz deutlich gemacht, dass es nicht näher an die Wallfahrtskirche herangehen sollte.
Insgesamt stoße Eltmann in vielen Bereichen an Grenzen, was die Ausweisung von Baugebieten betrifft, erklärte Ziegler. Beispielsweise könne Eltmann selbst nicht weiter in Richtung Bamberg wachsen, weil dort eine Beeinträchtigung des Grundwasserzuflusses zu den Trinkwasserbrunnen zu befürchten wäre. Am Hahn gehe es auch nicht weiter in Richtung Wallburg. Gleichzeitig gebe es aber in Eltmann und den Stadtteilen rund 100 erschlossene Baugrundstücke aus der Zeit vor Einführung des Baugebots, die brachliegen und nicht zum Verkauf stehen. Außerdem ergäben sich innerorts immer wieder gute Möglichkeiten, zu sanieren oder auch durch Abbruch Platz für Neubauten zu schaffen.