
Zur Zeit läuten die Glocken in der St.-Burkardskirche in Dörflis nicht zur vollen Stunde. Nur zu den Viertelstunden ist ein Glockenschlag zu hören. Der Grund ist, dass die Glocken Risse aufweisen; sie dürfen nun aus Sicherheitsgründen nicht mehr geläutet werden.
Die ursprünglichen Glocken von St. Burkahrd wurden im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen und in die Grundbestandteile Kupfer und Zinn getrennt, um daraus Granathülsen herzustellen. Als Ersatz wurden die heutigen Glocken aus Stahlschrott gegossen. Diese Glocken sollen ausgetauscht werden. Das geht aber nicht durch neue, das wäre finanziell nicht realisierbar, sondern durch gebrauchte.

Spenden in Höhe von 2000 Euro
Aber auch gebrauchte Glocken kosten Geld. Die Kirchengemeinde lud deshalb für Samstagabend zu einem Konzert in die Burkardskirche ein, um einen finanziellen Beitrag für die neuen Glocken zu erlösen. Eintritt verlangte die Gemeinde nicht, sie bat aber um Spenden. Und der Plan ging auf: Denn das Konzert war gut besucht und es kam eine Spendensumme von 1722 Euro zusammen, die auf 2000 Euro aufgerundet wurden.

Dafür wurde den zahlreichen Gästen ein beeindruckendes und abwechslungsreiches Programm geboten, das von einer Sonate von Vivaldi über eine Sarabande von Corelli und das Ave Verum corpus von Mozart bis zur Fantasie "Der Mond ist aufgegangen" von Ulrich Knörr reichte.
Es sangen und musizierten der Chor "La Musica" unter der Leitung von Andrea Lutsch, Manuel Rausch (Trompete), Sabine Vogel (Violine), Thomas Will (Orgel) und der Posaunenchor Dörflis-Köslau unter Leitung von Rainer Vierneusel. Moderator war Jürgen Koch.
Neue Glocken sollen aus Oldenburg kommen
Übrigens: Die neuen Glücken kommen aus einer evangelischen Kirche in Oldenburg. Was sie kosten sollen, ist offenbar noch ungewiss. Die bisherigen Glocken will die Kirchengemeinde nicht entsorgen, sondern einen schönen Platz für sie in Dörflis finden.