
In spätestens acht Wochen sollen die Kleinen in die neue Kindertagesstätte in Eltmann einziehen. Der Bauausschuss machte sich jetzt ein aktuelles Bild vom Stand der Arbeiten. Die letzten Innenausbauarbeiten und der Möbelaufbau laufen in allen vier Gruppen, die hier neu entstanden sind.
Knappe sechs Millionen Euro hat die Stadt in diesen Neubau investiert, der mehrere Provisorien in der Eltmanner Kinderbetreuung beenden soll. Moderne Räume, eine zentrale Küche für die Zubereitung des Mittagessens, eine Turnhalle, die flexibel auch geöffnet und für Veranstaltungen genutzt werden kann, und Einbauten für einen abwechslungsreichen Kindergartentag bietet der Neubau. Heitere Überraschung herrschte über die niedrigen Handwaschbecken und Toiletten für die Allerkleinsten.

Mitte bis Ende Mai sollen die vier Gruppen bezogen sein, allerdings werde man in diesem Sommer den Außenbereich noch nicht bespielen können, denn "man muss dem Rasen auch eine Chance geben, anzuwachsen", so Klaus Pfuhlmann vom Städtischen Bauamt. "Das ist auf jeden Fall ein Aushängeschild für die Kinderbetreuung in Eltmann", sagte Bürgermeister Michael Ziegler.
An der Grundschule trafen sich die Ausschussmitglieder mit Schulleiterin Jutta Aumüller. Sie schlug vor, die massive Stellplatznot am Schulzentrum wenigsten um drei Plätze zu entschärfen, die mit sehr wenig Aufwand in die Grünanlage gegenüber dem Haupteingang der Grundschule eingepasst werden könnten. Das könne der Bauhof realisieren, war die Meinung des Gremiums. Eine wirkliche Entlastung der Parksituation am Schulberg indes ist weiterhin aus Platzmangel nicht möglich, bedauerte Bürgermeister Michael Ziegler.

An den Glascontainern in den Weingärten machten sich die Ausschussmitglieder ein Bild von einem Thema, das in der Bürgerversammlung angesprochen worden war. Hier beschweren sich die Anlieger regelmäßig, dass in der Nacht, am frühen Morgen oder sonntags Glas eingeworfen wird. Mittlerweile habe man hier die neuen, schallisolierten Container aufgestellt, die in Augenschein genommen wurden. Da diese erst seit wenigen Tagen stehen und außerdem noch einige Hinweise auf die regulären Nutzungszeiten folgen sollen, will man ein Vierteljahr abwarten, ob sich die Situation bessert. Ansonsten werde man den Container-Standort auflösen, so die übereinstimmende Meinung. Allerdings wäre es schade, wenn das Bemühen um bürgernahe und dezentrale Entsorgungsangebote von einigen wenigen so torpediert würde.

Eigentlich sollten die Fahrradabstellplätze am Bahnhof Ebelsbach/Eltmann längst realisiert sein, doch manchmal kommt es anders als gedacht. Die Stellplätze sind Teil der Bike and Ride-Offensive der Deutschen Bahn und damit ein Kooperationsprojekt. Eigentlich sollten die Abstellplätze längs der Bahntrasse auf der Eltmanner Seite des Bahnhofs entstehen. Der dort stehende Baum müsste gefällt werden, damit herabfallende Äste keine Gefährdung darstellen. Da der Baum aber auf Bahngelände steht und sich technische Anlagen der Bahn in der Nähe befinden, kann nicht einfach der Eltmanner Bauhof anrücken und den Baum fällen.
Nach zähen Gesprächen mit der Bahn, bei der man nur schwer einen Ansprechpartner finde, so die Erfahrung von Bürgermeister Michael Ziegler, wollte diese eine Spezialfirma beauftragen, was rund 6000 Euro gekostet hätte. Das müsste zwar nicht Eltmann bezahlen, aber im Bauausschuss war man sich einig, dass dann die Stellplätze eben parallel zur Zufahrt zur Bahnhofs-Unterführung angeordnet werden sollen. Zehn Fahrradstellplätze sollen dort entstehen, wie sie auf der Ebelsbacher Seite bereits installiert wurden. Fahrradcontainer wie in Zeil, die teuren Rädern mehr Sicherheit bieten, lehnt Eltmann vorerst ab. Das wäre für die Stadt eine fünfstellige Investition.