
Ein halbes Jahrhundert führte er mit enormem Engagement die Geschicke der Bad Kissinger Leichtathleten . Unter seiner Regie als Leichtathletik-Chef und Trainer holten die TSVler rund 30 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und mehr als 100 Titel bei Bayerischen Meisterschaften.
Der gebürtige Kronacher kam 1961 als Sportlehrer an die Realschule für Knaben nach Bad Kissingen und blieb bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 dieser Schule treu. Kaum in Bad Kissingen angekommen, hat er auch gleich bei den Leichtathleten die Abteilungsleitung und das Traineramt übernommen. Unvergessen für viele ehemaligen Bad Kissinger Realschüler sind sicherlich auch die Skifreizeiten, die Herbert Höfner Jahr für Jahr organisierte. Seine ehemaligen Sportler erinnern sich auch heute noch gerne an die jährlichen Trainingslager in Sankt Moritz und zuletzt immer wieder in Bad Kissingens Partnerstadt Massa zurück. Diese Städtepartnerschaft lag ihm ganz besonders am Herzen. Auch die legendäre Bad Kissinger „Nacht des Sports“ trug rund 20 Jahre seine Handschrift.
Seine eigene sportliche Karriere begann er zunächst als Boxer, bevor er dann für die TS Kronach und dem TSV 1860 München vier Bayerische Meistertitel im Zehnkampf der Aktiven gewann. Höhepunkt seines Sportlerlebens war sicherlich die Berufung in den deutschen Nationalkader.
Für seine ehrenamtlichen Verdienste erhielt Herbert Höfner bereits 1991, als „erster Sportler“ überhaupt, die Bürgermedaille der Stadt Bad Kissingen . Der BLSV ehrte ihn mit der Verdienstmedaille „Gold mit Kranz“. Zudem bekam er die „Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland“ überreicht und erhielt die höchsten Auszeichnungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Herbert Höfner wird am Dienstag, um 11.30 Uhr, auf dem Parkfriedhof in Bad Kissingen beigesetzt.
Ich durfte ihn als Schüler geniessen.
Seine Ansprachen: legendär und prägend.
Die „Abziehbilder“ werden dich nicht vergessen!