
Gesundheitstourismus in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ist mehr, als in den Bergen zu wandern oder in der Ostsee zu baden, darüber sind sich der Bayerische Heilbäder-Verband und der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern einig. Im Rahmen des 28. Bädertages im Ostseebad Boltenhagen schlossen die beiden Verbände mit der „Nord-Süd-Achse“ eine Kooperation, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bayerischen Heilbäder-Verbandes und des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern heißt.
„Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen seit Jahren stabilen und qualitativen Gesundheitstourismus und Prävention nahezu unmöglich. Die gesundheitstouristische Infrastruktur rund um die natürlichen ortgebundenen Heilmittel und Heilverfahren wie Moor, Heil- und Thermalwasser, Sole, Meerwasser, Kreide, Heilklima oder Kneipp und Schroth ist nur mit finanzieller Unterstützung durch die Kommunen zu tragen. Und die stehen aufgrund der Überlastung durch kommunale Pflichtaufgaben mit dem Rücken zur Wand“, so Christian Zornow, Präsident des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Im Bayerischen Heilbäder-Verband sind laut Pressemitteilung mehr als 70 Heilbäder , Kurorte und Kurbetriebe organisiert. Nahezu jede vierte Übernachtung im Freistaat findet in einem Heilbad oder Kurort statt. In den 30 Mitgliedsorten des Bäderverbandes MV sind es sogar 54 Prozent der jährlichen Übernachtungen. Nur logisch sei demzufolge die Forderung der beiden Verbände nach einem Sonderlastenausgleich für Heilbäder und Kurorte, heißt es weiter. Peter Berek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes sagt: „Es braucht einen deutlichen Paradigmenwechsel in der Politik. Die Zukunft lautet Prävention vor Reha vor Rente vor Pflege.“ Ziel der vereinbarten Partnerschaft sei die politische Diskussion in den Bundesländern und in Berlin. red