
Kein Internet bis zur besagten letzten Milchkanne, aber schneller Datenaustausch mittels Glasfaser bietet HAB-Net jetzt für Firmen im Gewerbegebiet Reith und für die Haushalte in Frankenbrunn, Wittershausen und einem Teilgebiet von Oberthulba . Grund genug, bei einem Pressetermin das rund 1,5 Millionen Euro teure Projekt noch einmal vorzustellen.
Treffpunkt hierfür war in der Waldstraße bei Frank und Daniela Mersdorf, den ersten Anschlussnehmern in Oberthulba . Familie Mersdorf konnte den neuen Anschluss schon einmal testen und bescheinigte „ruckelfreie“ Streamingdienste sowie schnellen und qualitativ guten Datenaustausch. Man sehe schon gar nicht mehr, wo das Kabel eingegraben wurde, und so müsse es auch sein, bedankte sich der Geschäftsführer von HAB-Net, Matthias Metz, bei der Familie und überreichte einen Blumenstrauß. „Wir finden immer eine Lösung, man müsse nur miteinander reden“, sagte er und merkte noch an, dass so ein Projekt nicht zuletzt auch mit der Tiefbaufirma steht und fällt. Man stärke damit auch die Region und sei jetzt schon bis Mitte nächsten Jahres mit Bauvorhaben eingedeckt. Über die nächsten Jahre hinweg wolle man rund 10 Millionen Euro investieren.
Bei diesem Vorhaben habe man 385 Hausanschlüsse realisiert, dabei 18 Kilometer an Tiefbauarbeiten innerorts durchgeführt, 90 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und rund 2200 Glasfaser-Spleiße gefertigt.
Wenn ein ganzer Ort mit Glasfaser ausgebaut wird, habe das schon einen besonderen Stellenwert, sagte Jürgen Weigand vom Vertrieb, er sieht sich damit auch als Schnittstelle zu den Bürgern. Die neuen Anschlüsse könnten ab sofort schon genutzt werden, und das so lange kostenlos wie die Kündigungsfristen der bestehenden Verträge noch laufen. Nur einige wenige hätten trotz gutem Zureden die Chance einen geförderten Anschluss zu bekommen nicht genutzt, im Nachhinein würden dann Kosten entstehen.
Bürgermeister Mario Götz sah in dem Projekt eine tolle Botschaft für die Gemeinde. In Zeiten von Homeoffice und geändertem Freizeitverhalten der Bürger seien schnelle Internetanschlüsse wichtig. Er bedankte sich bei Nicole Wehner und Horst Geier als Hauptverantwortlichen für das Verwaltungstechnische und auch bei den Verantwortlichen für die Bauausführung. „Alles ist rund und unproblematisch verlaufen und wir konnten die Bauzeit von den geplanten 15 Monaten auf knapp 12 Monate verkürzen“, freute sich Götz.