Bad Kissingen
Lesetipp: Eine Gesellschaft im Umbruch
Andreas Izquierdos "Schatten der Welt" überzeugt mit seiner empathischen Erzählweise. Trotz aller Ernsthaftigkeit ist das Werk dank humorvoller Einschübe recht unterhaltsam.
Leise und beschaulich, als wäre im deutschen Kaiserreich alles im Lot, beginnt der neue Roman von Andreas Izquierdo (52) in der Werkstatt des jüdischen Schneiders Friedländer im westpreußischen Thorn. Doch der Schein trügt: In der fernen Reichshauptstadt Berlin wird gegen das preußische Dreiklassenwahlrecht demonstriert, und der sich der Erde nähernde Halleysche Komet lässt Unheil, wenn nicht sogar den Weltuntergang vermuten. "Schatten der Welt" trüben die vermeintliche, nur oberflächliche Idylle, die soziale Missstände bereits brüchig werden lassen.
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