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Oberleichtersbach
Kultiger Keltenkegel der Rhön
Die Mettermich setzt die in loser Reihenfolge erscheinende Serie über Wander-(Freizeittipps) in der Rhön fort. Der Vulkankegel ist Teil des "Fränkisches Kegelspiels" der Brückenauer Kuppenrhön.
Die Mettermich verbirgt sich im  wallenden  Morgennebel. Foto: Jürgen Hüfner       -  Die Mettermich verbirgt sich im  wallenden  Morgennebel. Foto: Jürgen Hüfner
| Die Mettermich verbirgt sich im wallenden Morgennebel. Foto: Jürgen Hüfner
Jürgen Hüfner
 |  aktualisiert: 17.08.2022 17:40 Uhr

Die Mettermich ist der mittlere der drei Vulkankegel, der auch als "Fränkisches Kegelspiel" bezeichneten typischen kegelförmigen Berge der Brückenauer Kuppenrhön. Westlich überragt der 660 Meter hohe Dreistelz die 585 Meter hohe Basaltkuppe, östlich der 590 m hohe Schildecker Berg.

Geschichtsträchtig

Die Mettermich ist wahrscheinlich einer der geschichtsträchtigsten Berge der Bayerischen Rhön. Die Geschichte ihrer Besiedlung erschließt sich aus jungsteinzeitlichen Funden über Spuren frühgermanischer Besiedlung bis hin zu Hinweisen zu einem mittelalterlichen Bibra´schen Gut. Die Volksstämme der Kelten und der Chatten sollen hier gelebt haben und die Mettermich als Fliehburg oder dauerhafte Siedlung genutzt haben. Tatsächlich finden sich noch heute unübersehbare Wallanlagen rund um die steinreiche Mettermich.

Trittfestigkeit erforderlich

Der Besucher muss trittfest sein, der einzige Weg führt von Süden, von der Einraffshofer Seite, auf den Berggipfel hinauf. Der Pfad schlängelt sich den Berg empor, vorbei an mächtigen Basaltblockfeldern und durchbricht schließlich den Gipfelwall. Oben angekommen, findet man ein beinahe steinfreies Gipfelplateau flach vor sich liegen, durchbrochen von zwei basaltenen Küppeln, von denen sich der eine als höchste Erhebung auf 585 Meter emporstreckt. Hier errichteten Einraffshofer Bürger vor einigen Jahren ein Gipfelkreuz.

Der Wald der Mettermich ist licht und lässt vielerorts schöne Einblicke ins Umland zu. Schon lange aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, zeigt sich der Wald sehr ursprünglich und naturnah, mit viel Totholz.

Der geheimnisvolle "Alte vom Berge"

Wer aufmerksam hinsieht, nimmt vielleicht sogar eine der Sandsteinplatten wahr, die der geheimnisvolle "Alte vom Berge" hier hinterlassen hat. Es handelt sich um den Schneidmüller Josef Dunkel aus Römershag, der hier auf "seinem" Berg in den 1870er Jahren nachhaltig wirkte. Er baute die alten Ringwälle auf der Westseite teils zu einem Labyrinth aus Terrassen und Mauern um und widmete seinen Idolen bestimmte Plätze, die er mit gravierten Sandsteinen ausstaffierte. Auf einer Steinplatte kann man so noch recht gut "Bismark Platz 1871" entziffern.

Auch Lessing, Goethe , Moltke und Ulrich von Hutten bekamen unter anderem von ihm Denkmäler gesetzt. Ebenso ein Arzt aus dem Staatsbad, Dr. Wehner, der ihn von einem Bauchleiden befreit haben soll.

 
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