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Bad Kissingen
Konzert zu Ehren Bachs
Anlässlich des 340. Geburtstags von Johann Sebastian Bach spielte Stadtkantor Burkhard Ascherl in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche ein Orgelkonzert zu Ehren des berühmten Leipziger Thomaskantors und...
Orgelkonzert mit Burkhard Ascherl.       -  Orgelkonzert mit Burkhard Ascherl.
Foto: Brigitte Ascherl | Orgelkonzert mit Burkhard Ascherl.
Redaktion
 |  aktualisiert: 28.03.2025 01:06 Uhr

Anlässlich des 340. Geburtstags von Johann Sebastian Bach spielte Stadtkantor Burkhard Ascherl in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche ein Orgelkonzert zu Ehren des berühmten Leipziger Thomaskantors und ließ die Vielfalt Bachscher Orgelmusik deutlich werden. Zu Beginn des Konzerts erlebten die zahlreichen Zuhörer mit dem strahlenden Präludium und Fuge C-Dur BWV 545 das festliche Entrée eines spannenden Orgelabends, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Drei Orgelchoräle aus dem Orgelbüchlein zeigten die meditative Seite Bachscher Musik: das innige „Ich ruf zu dir Herr Jesu Christ“, das zuversichtliche „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und das reich verzierte „Wenn wir in höchsten Nöten sein“. Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 zählt sicherlich zu den bedeutendsten Kompositionen des Meisters. Über dem ostinaten Thema errichtet Bach ein wahres Klanggebäude, reich an figurativen, harmonischen und melodischen Wendungen; gesteigert wird das Werk durch die sich unmittelbar anschließende Fuge mit dem gleichen Thema. Unter geschickter Nutzung der zahlreichen Klangmöglichkeiten seiner Schuke-Orgel spannte Ascherl einen großen Bogen vom leisen Beginn bis hin zu den mächtigen Schlussakkorden des Werkes.

Eigentlich nur als Übungsstücke für den Sohn Wilhelm Friedemann komponiert, zählen Bachs Trio-Sonaten zu wahren Schätzen der barocken Kammermusik. In der Trio-Sonate III d-Moll stellte Ascherl durch klare Artikulation und feinsinniges Nachzeichnen der musikalischen Linien ausgesprochen elegant die drei Sätze dar. Die farbliche Gestaltung mit den Mitteln, die eine große Orgel bietet, war vielseitig und transparent. Ein weiteres Hauptwerk des Abends war Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552. Bach komponierte die glänzend strahlende Festmusik unter dem Einfluss der französischen Ouvertüre. In der Fuge – auch als Dreifaltigkeits-Fuge bekannt – arbeitete der Interpret das ruhige Thema des ersten Teils „Gott Vater“, das bewegte zweite Thema „Gott Sohn, der vom Himmel herabsteigt“ und das mitreißende dritte Thema „Gott Heiliger Geist“ klar heraus. Die Kombination aller drei Themen im letzten Teil geriet zum krönenden Abschluss. Für den langanhaltenden Applaus bedankte sich Ascherl mit dem virtuosen Präludium G-Dur BWV 541. red

 
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