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Machtilshausen
Jubilar blickt auf ein erfülltes Leben zurück
Alfons Mützel wird am Samstag, 22. März, 85 Jahre alt. Gefeiert wird im Kreis der Familie.
Alfons Mützel ist 85 Jahre alt.       -  Alfons Mützel ist 85 Jahre alt.
Foto: Maria Kaiser | Alfons Mützel ist 85 Jahre alt.
Redaktion
 |  aktualisiert: 31.03.2025 02:33 Uhr

Alfons Mützel wird am Samstag, 22. März, 85 Jahre und darf auf ein gesegnetes Leben im Kreise seiner großen Familie zurückblicken. Der Jubilar wurde 1940 in Machtilshausen geboren und arbeitete schon sehr früh und gerne am landwirtschaftlichen Hof der Eltern mit. Im Alter von zwölf Jahren legte er bereits das Zaumzeug der Pferde an. Weil er noch viel zu klein war, musste er dazu auf die Haustreppe steigen. Als 30-Jähriger hat er den Hof der Eltern übernommen, im Nebenerwerb weitergeführt und immer wieder erweitert.

Zukunft des Hofes gesichert

Im Jahre 1983 war der Bau des modernen Rinderstalls für 70 Stück Großvieh fertig. Vor fünf Jahren wurde aus gesundheitlichen Gründen des Jubilars und auch wegen der starken beruflichen Einbindung seines Sohnes die Rinderhaltung schweren Herzens aufgegeben. Stolz ist der Jubilar, dass der Hof weiterhin von seinem Sohn bewirtschaftet wird. Die Zukunft des Hofes ist gesichert, ein Enkel ist gelernter Landwirt, absolviert zurzeit die Meisterschule und stellt den Ackerbau auf Biobewirtschaftung um.

Dass der Jubilar willensstark war, bemerkten früh auch sehr schnell die Schwestern der Kinder-Bewahranstalt. Alfons war vier Jahre alt, als 1944 ein angeschossenes Kriegsflugzeug der Alliierten über Machtilshausen explodierte. Ein Teil der Maschine stürzte in die Flur am Kehrweg, ein anderer Teil schlug oberhalb der Kreuzkapelle am Gersberg auf. Er büxte aus, um wie die Erwachsenen zur Absturzstelle zu eilen. Er erinnert sich noch, dass die Piloten das Unglück nicht überlebten. Gut erinnern kann er sich auch noch an die Rückkehr seines Vaters aus der Kriegsgefangenschaft und kann noch nachempfinden, welche Erleichterung darüber in der Familie war.

Trotz Berufstätigkeit und Landwirtschaft im Nebenerwerb hat sich der Jubilar jahrzehntelang ehrenamtlich engagiert. Kassier war er im St.-Rochus-Verein des Kindergartens und bei der Jagdgenossenschaft, ebenso war er im Vorstand der Kirchenverwaltung.

Gemeinsam mit Mitstreitern war es ihm ein Anliegen, sich um die geschützte Fledermauskolonie in der St.-Jakobus-Kirche zu kümmern. Über Jahre war er mit beteiligt, den Fledermauskot aus dem Kirchenschiff mühevoll zu entsorgen.

1967 begann die Flurbereinigung in Machtilshausen . Auch hier engagierte sich Alfons Mützel, er wurde zum Vorsitzenden gewählt. Diese Zeit war sehr herausfordernd. So erinnert er sich an die Versammlungen im Saal des Gasthauses Remling mit zwanzig Behörden, Ämtern und Unternehmern. Es begann mit dem Kauf von Messgeräten, 1200 Grenzsteinen und Handwerksmaterial zum Setzen der Grenzsteine. 1973 trafen sich die Besitzer der Gärten im Ort, der Vorstand um Herrn Weiermann zwecks Baus eines neuen Weges und zusätzliche Regulierung des Baches, weil kein ordentlicher Zugang zu den Gärten bestand. Bis dato gab es nur einen Fußpfad. 1974 erfolgte die Flurbereinigungswege-Übergabe an die Gemeinde mit Abnahme der Feldwege. Der Abschluss der Flurbereinigung war im Mai 1982. Mitte 1983 wurde die Flurbereinigung offiziell durch Erlöschen der Teilnehmergemeinschaft beendet.

Es war nicht einfach und kostete viel Überzeugungsarbeit, bis es 1975 dem Jubilar gelang, den Bau der rund drei Kilometer langen Ortsverbindungsstraße nach Wasserlosen durch die Flurbereinigung bauen und finanzieren zu lassen. Dies war damals ein Novum. Der Gemeinde entstanden dadurch keine Kosten. Diese Straße ist die einzige Ortsverbindung in Unterfranken, die von der „Flurbereinigung“ ausgebaut und geteert wurde, wie es in der Mitteilung heißt. Ebenso wurde das Sportgelände „Im Wiesengrund“ durch die Flurbereinigung umgelegt.

Im Familienkreis verbringt Alfons Mützel jetzt seinen „Unruhestand“, erzählt leidenschaftlich gerne von früher, verbringt Zeit mit der Pflege des Anwesens und des Gartens. Auch für die tägliche Zeitungslektüre hat er inzwischen mehr Zeit. Mit seiner „besseren Hälfte“ Rita, die ihm den Rücken freihielt, auf die er sich immer verlassen konnte, feierte der Jubilar im Januar die diamantene Hochzeit mit einem Dankgottesdienst. Zum 85. Geburtstag gratuliert die Großfamilie mit den fünf Kindern, zehn Enkeln und zwei Urenkeln.

 
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