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Rente
Rentensystem profitiert: Immer mehr Syrer zahlen Sozialbeiträge in Deutschland
Syrische Beschäftigte sind mittlerweile deutlich besser in den Arbeitsmarkt integriert. Das hat auch für die Rentenversicherung Folgen.
syrer.jpg       -  Ein Syrer schraubt in Hamburg an einem Fahrgestell. Durch die gezahlten Sozialbeiträge von syrischen Staatsangehörigen stabilisiert sich die Rente.
Foto: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild) | Ein Syrer schraubt in Hamburg an einem Fahrgestell. Durch die gezahlten Sozialbeiträge von syrischen Staatsangehörigen stabilisiert sich die Rente.
Sven Koukal
 |  aktualisiert: 24.03.2025 14:54 Uhr

Bei der Rente ist stets Bewegung im Spiel: So nimmt die Zahl der Rentner zu, genauso wie die Bezugsdauer. Gleichzeitig schwingt die Frage mit, ob die Rente noch sicher ist. Mittlerweile ist etwas mehr Stabilität gegeben – auch durch unsere syrischen Mitbürger. So zeigt eine neue Studie der Bundesagentur für Arbeit, welche Rolle syrische Staatsangehörige für die Rente spielen.

Arbeitsmarkt: Wie viele Syrer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt?

In Deutschland zahlt jeder Arbeitnehmer, der sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, in die Deutsche Rentenversicherung ein. Demnach auch Syrer, die im deutschen Arbeitsmarkt integriert sind. Aus der Studie „Arbeitsmarktsituation von syrischen Staatsangehörigen“ der Bundesagentur für Arbeit geht unter anderem hervor, dass im September 2024 insgesamt 236.000 Beschäftigte mit syrischer Staatsangehörigkeit in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung angestellt waren. Das entspreche einem Plus von elf Prozent zum Vorjahr.

Mit Stand November 2024 lebten in Deutschland 974.000 syrische Staatsangehörige, 685.000 davon im erwerbsfähigen Alter. Insgesamt sind 287.000 beschäftigt. Fast zwei Drittel sind als qualifizierte Fachkraft angestellt, 54.000 davon in einem Engpassberuf wie Kfz-Technikberufe, als Bus- oder Straßenbahnfahrer, in Pflegeberufen, als Berufskraftfahrer und als zahnmedizinische Fachangestellte. Das berichtet das Altersvorsorgeportal ihre-vorsorge.de.

Ohne ausländische Beschäftigte würde eine noch größere Lücke auf dem Arbeitsmarkt klaffen, betont die Deutsche Rentenversicherung. Die Beschäftigten aus Syrien würden demnach einen „wichtigen Beitrag zum Beschäftigungswachstum“ leisten. Apropos Lücke: Auch für die Rentenversicherung leisten sie durch ihre Sozialbeiträge wichtiges, wie das Altersvorsorgeportal betont.

Übrigens: Ein Großteil der Deutschen glaubt nicht mehr an die Rente und befürchtet gar, dass man immer später erst in Rente gehen kann.

Rentensystem: Was ergibt sich durch den syrischen Beitrag?

Die Deutsche Rentenversicherung hat für die Digitalzeitschrift „RVaktuell die Studie der undesagentur für Arbeit ausgewertet. Ihr Fazit: Immer mehr Syrer arbeiten und stabilisieren durch die von ihnen in Deutschland gezahlten Sozialbeiträge die Rentenversicherung in Deutschland.

Die drittgrößte Bevölkerungsgruppe Deutschlands nach türkischen und ukrainischen Staatsangehörigen mache etwa zehn Prozent des gesamten ausländischen Beschäftigungswachstums gegenüber dem Vorjahr aus. Syrische Beschäftigte würde, so die Studie, 4,5 Prozent der ausländischen Beschäftigung bilden. Ausgeklammert seien in der Auswertung die allein 150.000 in den Jahren 2020 bis 2023 eingebürgerten Syrer.

Zwar sei auch die Beschäftigungsquote auf 42 Prozent angestiegen und nähere sich demnach der durchschnittlichen Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung von 56 Prozent an, aber: „Trotz der vielen Fortschritte bei der Arbeitsmarktintegration von Syrerinnen und Syrern ist das Erwerbspotenzial längst nicht ausgeschöpft“. So heißt es in der Studie. Auch die Erwerbsneigung syrischer Frauen werde vermutlich steigen, dennoch stehe „fast jede Fünfte von den gemeldeten erwerbsfähigen syrischen Frauen dem Arbeitsmarkt aufgrund von Kinderbetreuung nicht zur Verfügung“. Deshalb bestehe bei dieser Förderung „weiterhin deutlicher Handlungsbedarf“.

Übrigens: Die „Mikro-Rente“ ist eine Art von Rente, die immer mehr Personen austesten.

 
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