
Die Renten in Deutschland werden regelmäßig erhöht - zuletzt im Juli 2024. Für Rentnerinnen und Rentner sind das gute Nachrichten. Der Rententabelle kann entnommen werden, wie sich die Erhöhung auf den Geldbeutel auswirkt. Bei der Anpassung der Rente spielt auch der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor eine Rolle.
Was ist der Nachhaltigkeitsfaktor?
Der Nachhaltigkeitsfaktor ist ein Bestandteil der Rentenanpassungsformel, mit der die Veränderungen des Rentenniveaus berechnet wird. Der Deutschen Rentenversicherung zufolge berücksichtigt der Nachhaltigkeitsfaktor das Verhältnis von Rentenbeziehern und Beitragszahlern.
Welchen Effekt hat der Nachhaltigkeitsfaktor auf die Rentenanpassung?
Wenn die Zahl der Rentner schneller steigt, als die Zahl der Beitragszahler, dann dämpft der Nachhaltigkeitsfaktor die Rentenanpassung. Das heißt, die Rente steigt nicht so stark. Wenn Anzahl der Beitragszahler hingegen mehr steigt als die Zahl der Rentner, dann erhöht sich die Rente stärker, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilt.
Warum gibt es den Nachhaltigkeitsfaktor?
Den Nachhaltigkeitsfaktor gibt es, da der demografische Wandel in Deutschland Auswirkungen auf das Rentensystem hat. Mit dem Faktor sollen laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung, die Entwicklung der Geburten sowie die Erwerbstätigkeit auf die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung teilweise auf die Rentner übertragen werden.
Durch den demografischen Wandel müssen immer weniger Beitragszahler immer mehr Renten finanzieren. Ein Rentenanstieg bedeutet auch immer eine Belastung für Arbeitnehmer - damit diese nicht überhandnimmt, dämpft der Nachhaltigkeitsfaktor die Rentenerhöhung, wie das Portal Wirtschaft und Schule, das vom Institut der Deutschen Wirtschaft Junior (IW Junior) angeboten wird, mitteilt.
Zwar kann der Nachhaltigkeitsfaktor die Rentenanpassung dämpfen, allerdings müssen Rentnerinnen und Rentner keine demografisch bedingte Rentenkürzung fürchten. Laut des Portals wirkt der Faktor nur, wenn die durchschnittlichen beitragspflichtigen Bruttolöhne so stark steigen, dass überhaupt eine Rentenerhöhung möglich ist.
Übrigens: Die Rente erhöht sich wegen der steigenden Beschäftigungszahlen. Aber nicht nur das ist neu, bei der Rente hat sich für Millionen Deutsche einiges geändert und 2024 sollen die Renten so stark steigen, wie lange nicht mehr. Trotzdem kann es passieren, dass einige Rentner leer ausgehen oder plötzlich steuerpflichtig werden. Wie viel Rente man haben darf, ohne Steuern zu zahlen, hängt vom Grundfreibetrag ab.