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Rente
Rente mit 69: Warum der Wirtschaftsrat der CDU darin den „Königsweg“ sieht
Rente mit 69? In einem Brief an die SPD-Spitze fordert der Wirtschaftsrat der CDU die Anhebung des Rentenalters.
urn_newsml_dpa.com_20090101_250309-935-485003-v1-s2048.jpeg       -  Der Wirtschaftsrat der CDU hat sich in einem Brief an die SPD-Spitze für eine Erhöhung des Renteneintrittalters ausgesprochen.
Foto: Felix Kästle, dpa (Symbolbild) | Der Wirtschaftsrat der CDU hat sich in einem Brief an die SPD-Spitze für eine Erhöhung des Renteneintrittalters ausgesprochen.
Lennardt Loß
 |  aktualisiert: 28.03.2025 17:01 Uhr

Wenn es nach dem Wirtschaftsrat der CDU geht, könnte die Rente mit 69 bald Realität werden. In einem Schreiben an den Parteivorstand der SPD, das am 17. März 2025 verschickt wurde, bezeichnet der Rat eine Anhebung der Regelaltersgrenze als den „Königsweg“ zur Sicherung des Rentensystems. Was genau in dem Brief steht und welche weiteren Forderungen der Rat erhebt, lesen Sie in diesem Text.

Schon gewusst? Die Doppelbesteuerung der Rente fällt weg.

Rente mit 69? Wirtschaftsrat fordert Erhöhung der Regelaltersgrenze

Deutschland könnte bald von einer Koalition aus CDU und SPD regiert werden. Angesichts der laufenden Verhandlungen wandte sich nun der Wirtschaftsrat der CDU mit einem Brief an die SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil.

Darin erinnert der Rat die SPD-Führung an Franz Müntefering. Der ehemalige SPD-Parteivorsitzende und damalige Arbeitsminister hatte 2007 die schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre durchgesetzt – trotz parteiinterner Widerstände.

Eine Generation später, so heißt es in dem Schreiben, sei eine weitere Erhöhung des Rentenalters angesichts der gestiegenen Lebenserwartung der „Königsweg“. Weiter erklärt der Rat: „Sollten sich Union und SPD hierauf nicht einigen können, wäre aber das Allermindeste, keine weiteren Belastungen für die Rentenbeitragszahler zu beschließen.“

Unterzeichnet wurde der Brief von Astrid Hamker und Wolfgang Steiger, der Präsidentin und dem Generalsekretär des Wirtschaftsrats.

Sanktion beim Bürgergeld und kein neuer Mindestlohn: Was der Wirtschaftsrat außerdem fordert

Neben der Erhöhung des Rentenalters spricht sich der Wirtschaftsrat auch gegen eine Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro aus. Eine solche Erhöhung sei „geradezu verheerend“. Attraktive Löhne sollten sich nach Ansicht des Rats am Markt orientieren – ein „politisch verordneter Lohnkostenschock“ gefährde hingegen Arbeitsplätze und Wohlstand. Zudem fordert der Wirtschaftsrat, Transferempfänger konsequent zu sanktionieren, sollten sie gegen Auflagen verstoßen.

Gut zu wissen: Die Studienzeit kann für die Rente angerechnet werden.

Was ist der Wirtschaftsrat der CDU?

Trotz seines Namens ist der Wirtschaftsrat kein parteiinternes Gremium der CDU, sondern ein CDU-naher Lobby- und Berufsverband. Nach eigener Aussage bietet er Unternehmen eine Plattform, um die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik in Deutschland mitzugestalten.

Zu den Mitgliedern des Präsidiums gehören unter anderem der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank sowie der CEO des Handelskonzerns Ceconomy (unter anderem: MediaMarkt und Saturn).

Schon gewusst? Neue Zahlen zeigen, dass jede zweite Rente in Deutschland unter der Armutsgrenze liegt. Wenn man noch arbeitet und wissen möchte, wie viel Rente man einmal bekommt, kann man das online einsehen.

 
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