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Elterngeld
ElterngeldPlus berechnen: Wie hoch ist es?
Das ElterngeldPlus bietet eine flexible finanzielle Unterstützung für Familien. Die Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab – und kann variieren.
Teilzeit für Väter.       -  ElterngeldPlus hat andere Vor- und Nachteile als das Basiselterngeld.
Foto: Marco Rauch, dpa (Symbolbild) | ElterngeldPlus hat andere Vor- und Nachteile als das Basiselterngeld.
Daniel Hinz
 |  aktualisiert: 10.03.2025 06:49 Uhr

Das Elterngeld wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt und soll Familien dabei helfen, „die finanzielle Lebensgrundlage“ zu sichern. Das ist beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nachzulesen. Dabei gibt es drei Varianten des Elterngelds. Das Basiselterngeld, den Partnerschaftsbonus und das ElterngeldPlus. Letzteres ist für Eltern gedacht, die in Teilzeit arbeiten möchten. Doch wie kann man es berechnen?

Übrigens: Es gibt nicht nur das Kindergeld und Elterngeld. Eine Übersicht über alle staatlichen Leistungen, die man beantragen kann, hilft Familien dabei, zu entscheiden, wie sie sich eine Familie leisten können.

ElterngeldPlus ermöglicht längere Bezugsdauer

Das Basiselterngeld wird für bis zu 14 Monate gezahlt, sofern beide Elternteile sich die Monate aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Das kann frei gestaltet werden, aber beide müssen sich beteiligen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem bisherigen Einkommen. Es beträgt laut Bundesfamilienministerium zwischen 300 und 1.800 Euro pro Monat beim Basiselterngeld.

Das ElterngeldPlus kann hingegen eine längere Bezugsdauer ermöglichen, aber beträgt monatlich nur die Hälfte des Basiselterngeldes. Grundsätzlich können Eltern das ElterngeldPlus doppelt so lange beziehen wie das Basiselterngeld. Ein Monat Basiselterngeld entspricht dabei zwei Monaten ElterngeldPlus, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung.

Der Partnerschaftsbonus kann zusätzlich bis zu vier Monate zum ElterngeldPlus gewährt werden, wenn beide Eltern in Teilzeit arbeiten.

ElterngeldPlus: Wie hoch ist es?

Beim ElterngeldPlus beträgt die monatliche Unterstützung zwischen 150 und 900 Euro. Eltern mit geringem Einkommen erhalten dabei einen höheren Prozentsatz ihres bisherigen Gehalts, während Besserverdienende maximal 65 Prozent ihres Einkommens als Elterngeld beziehen können. Maximal sind es 900 Euro. Im Rechner kann man sich einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie hoch das ElterngeldPlus im individuellen Fall ausfallen könnte.

ElterngeldPlus wird also genauso berechnet wie das Basiselterngeld. Es beträgt die Hälfte dessen, was mit Basiselterngeld möglich ist, kann dafür aber auch doppelt so lange bezogen werden. Wenn Eltern nach der Geburt nicht arbeiten, ist das ElterngeldPlus halb so hoch wie das Basiselterngeld. Wenn man nach der Geburt in Teilzeit arbeitet, kann das monatliche ElterngeldPlus genauso hoch sein wie das monatliche Basiselterngeld mit Teilzeit. Bekäme man also beispielsweise 1800 Euro beim Basiselterngeld, beantragte aber ElterngeldPlus und arbeitete nicht, dann erhielte man 900 Euro im Monat – über einen Zeitraum verglichen zum Basiselterngeld von maximal 28 statt maximal 14 Monaten. Arbeit man in Teilzeit, kommt es darauf an, wie konkret die Teilzeit aussieht. Hier lohnt es sich, den Elterngeldrechner zu verwenden.

Übrigens: In Deutschland ist es möglich, sowohl Kindergeld als auch Wohngeld gleichzeitig zu beziehen – dabei sind die beiden Hilfen grundsätzlich unterschiedlich, was sich auch in der Verrechnung zueinander zeigt. Weil in Deutschland Anfang 2025 neu gewählt wurde, könnte es zu Veränderungen beim Elterngeld kommen, es gibt sogar einflussreiche Stimmen, die es abschaffen möchten.

 
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