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Steuern
Elterngeld und Kinderfreibetrag: Wie können Eltern Steuern sparen?
Kinder kosten Geld – daher kann es sich für Eltern lohnen, finanzielle Vorteile vom Staat zu nutzen. Gleich an mehreren Stellen lauert Sparpotenzial.
Kindergeld oder Kinderfreibetrag - wem nützt was?.jpeg       -  Mit der Abgabe der Anlage Kind in der Steuererklärung prüft das Finanzamt automatisch, ob sich für Eltern eher das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag lohnt.
Foto: Andrea Warnecke, dpa (Symbolbild) | Mit der Abgabe der Anlage Kind in der Steuererklärung prüft das Finanzamt automatisch, ob sich für Eltern eher das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag lohnt.
Sven Koukal
 |  aktualisiert: 27.02.2025 09:02 Uhr

Kaum ist das kleine Wunder auf der Welt, erhält das jüngste Familienmitglied Post mit der Steuer-ID. Neben all den Freuden des Elternseins kommen meist neue finanzielle Belastungen auf die Eltern zu. Schließlich stehen mit Windeln, Kleidung und Co. weitere Kosten ins Haus. Gerade auch, weil die Inflation das Elterngeld auffrisst, schauen sich Eltern nach Möglichkeiten um, mehr monetäre Unterstützung zu erhalten und/oder weniger Steuern zu zahlen. Letzteres lohnt sich insbesondere beim Elterngeld sowie den Themen Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag. Doch wie können Eltern dort sparen?

Wie viel Steuern kann man durch ein Kind sparen?

Auch für Eltern tut sich 2025 einiges, unter anderem gibt es seit Januar pro Kind 255 Euro Kindergeld, ein Jahr darauf noch einmal vier Euro mehr. Doch damit nicht genug. Insbesondere im Hinblick auf Elterngeld, aber auch den Kinderfreibetrag, können Eltern gewisse Stellschrauben so optimieren, damit am Ende letztlich mehr Geld zur Verfügung steht.

Wie das ZDF berichtet, ist es möglich, das eigene zu versteuernde Einkommen zu senken. Etwa indem man in der Steuererklärung Kosten für Kinderbetreuung (jährlich maximal 4000 Euro) geltend macht.

Elterngeld und Steuern: Was müssen Eltern beachten?

Das Elterngeld soll es Müttern und Vätern laut Familienportal des Bundesfamilienministeriums ermöglichen, das Kind zu erziehen und betreuen, auch wenn ein Einkommen gerade in den ersten Lebensmonaten wegfällt. Das Elterngeld (monatlich maximal 1800 Euro) selbst ist steuerfrei.

Mit Kniffen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld zu strecken und monatlich auszahlen zu lassen, können Eltern die neuen Elterngeld-Regeln maximal auskosten. Auch kann es sich lohnen, wenn Eltern in Teilzeit arbeiten, ElterngeldPlus zu beziehen – auch dieser Fall kann Teil einer Elterngeld-Optimierung sein.

Da die Steuerklasse die Höhe des Elterngelds beeinflusst, betonten unter anderem die Stiftung Warentest sowie der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Steuerhilfe: Erwarten Eltern ein Kind, sollte diese noch vor der Elternzeit die Steuerklasse wechseln. Denn laut den Experten kann so das Elterngeld deutlich höher ausfallen. Der Elternteil, der nach der Geburt in die Elternzeit geht, muss dafür in die Steuerklasse 3 wechseln.

Übrigens: Eine längere Elternzeit wirkt sich nachweislich nur kurzfristig auf Betriebe aus.

Steuerersparnis durch Kinderfreibetrag?

In einem weiteren Bereich besteht die Möglichkeit für Eltern, mehr herauszuholen: Die Rede ist vom Kindergeld beziehungsweise vom Kinderfreibetrag. Beide hängen gewissermaßen zusammen, können doch beide nicht zeitgleich bezogen werden. Was sich also für wen lohnt, hängt vom Einkommen ab: Grundsätzlich passt der Freibetrag zu höheren Verdiensten. Ausgezahlt wird der Kinderfreibetrag nicht, vielmehr sorgt er dafür, dass die Steuerlast geringer ausfällt. 2025 beläuft sich der Kinderfreibetrag auf 3336 Euro pro Elternteil, also insgesamt 6672 Euro.

Doch keine Sorge: Das zuständige Finanzamt berechnet anhand des Steuerbescheids, was günstiger für die Eltern ausfällt. Ein Antrag für den Kinderfreibetrag muss nicht eigens gestellt werden.

Übrigens: Arbeitszimmer, Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie: Gewusst, wie, lässt sich bei der Steuererklärung auch anderweitig Geld sparen.

 
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