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Finanzen
Ab welchem Gehalt zahlt man Solidaritätszuschlag?
Den Soli gibt es seit rund 30 Jahren. Doch mittlerweile sind die meisten Steuerzahlenden davon befreit. Ab welchem Einkommen er fällig wird, lesen Sie hier.
Bundesverfassungsgericht urteilt zu Solidaritätszuschlag       -  Für 90 Prozent der Steuerpflichtigen wurde der Solidaritätszuschlag Ende 2020 bereits abgeschafft. Doch wer muss den Soli jetzt noch zahlen?
Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild) | Für 90 Prozent der Steuerpflichtigen wurde der Solidaritätszuschlag Ende 2020 bereits abgeschafft. Doch wer muss den Soli jetzt noch zahlen?
Lennardt Loß
 |  aktualisiert: 31.03.2025 11:58 Uhr

Trotz Klagen bleibt der Solidaritätszuschlag bestehen: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden, dass der Soli weiterhin erhoben werden darf. Mehrere FDP-Politiker hatten dagegen Beschwerde eingelegt – jedoch ohne Erfolg.

Doch ab welchem Gehalt ist der Solidaritätszuschlag überhaupt fällig? Wo liegt die Freigrenze in den Jahren 2025 und 2026? Und warum wurde der Soli ursprünglich eingeführt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Artikel.

Gehalt: Ab welchem Gehalt wird der Solidaritätszuschlag fällig?

Wie der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. erklärt, wird der Solidaritätszuschlag in Deutschland seit 1991 automatisch vom Gehalt abgezogen. Doch für rund 90 Prozent der Steuerzahlenden entfiel dieser Zuschlag im Jahr 2021 – dank des „Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995“. Seitdem zahlen nur noch Spitzenverdienende den Solidaritätszuschlag. Darüber hinaus wird der Soli für viele GmbHs, Körperschaften und Kapitalanlegerinnen und -anleger fällig.

Schon gewusst? Zum 1. Januar 2025 wurde der Mindestunterhalt angehoben.

Freigrenze: Wer zahlt noch Solidaritätszuschlag 2025?

Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer und wird seit 2021 nur noch bei hohen Einkommen erhoben. Doch wie hoch sind die Freigrenzen im Jahr 2025?

Laut der dpa gilt 2025 folgende Regelung:

  • Der Solidaritätszuschlag wird für Ledige ab einem zu versteuernden Einkommen von etwa 73.500 Euro teilweise fällig.

  • Den vollen Soli zahlen Ledige ab einem Einkommen von rund 114.300 Euro.

Bei Verheirateten oder Steuerpflichtigen mit Kindern gelten entsprechend höhere Freigrenzen.

Übrigens: Julia Klöckner kommt mit ihrem Gehalt sicherlich über die Freigrenze. Sie ist die neue Bundestagspräsidentin.

Ausblick: Freigrenze für den Solidaritätszuschlag 2026

2026 soll die Freigrenze laut der Techniker Krankenkasse erneut steigen:

  • Für Singles: Ab einer Steuerlast von 20.350 Euro (statt 19.950 Euro im Jahr 2025)

  • Für Verheiratete: Ab einer Steuerlast von 40.700 Euro (statt 39.900 Euro im Jahr 2025)

Gut zu wissen: Friedrich Merz plant eine Kindergeld-Kürzung.

Was ist der Solidaritätszuschlag?

Viele verbinden den Solidaritätszuschlag mit dem „Aufbau Ost“ – doch das ist nur die halbe Wahrheit. Wie der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. erklärt, wurde der Soli 1991 unter Bundeskanzler Helmut Kohl eingeführt, um die Kosten des Zweiten Golfkriegs zu finanzieren. Deutschland leistete damals rund 17 Milliarden DM an seine NATO-Partner.

Erst ab Mitte der 1990er-Jahre wurde der Soli verstärkt zur Finanzierung der deutschen Einheit verwendet. Seit 1998 beträgt der Solidaritätszuschlag konstant 5,5 Prozent der Lohnsteuer.

Übrigens: Die Sozialabgaben sind zum 1. Januar 2025 drastisch gestiegen. Und wer ein Hund oder ein anderes Haustier hat, kann einige Kosten von den Steuer absetzen.

 
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