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Bayernweiter Warntag
Probealarm in Bayern im März 2023: Warum heulen die Sirenen?
Bayern macht am 9. März 2023 einen eigenen Warntag. Was ist der Grund und wie soll dieser Probealarm ablaufen? Alle Informationen im Überblick
Alarmsirene auf Hausdach       -  Alarmsirenen wie diese hier sollen im März in ganz Bayern getestet werden.
Foto: Jens Büttner, dpa (Symbolbild) | Alarmsirenen wie diese hier sollen im März in ganz Bayern getestet werden.
Julius Bretzel
 |  aktualisiert: 11.03.2024 13:01 Uhr

In Bayern sollen am 9. März 2023 wieder die Sirenen aufheulen. Grund dafür ist ein Warntag im Freistaat. Aber warum denn das? Schließlich gab es erst im vergangenen Dezember einen bundesweiten Warntag. Dieser Artikel erklärt, warum dennoch der Ernstfall in Bayern geprobt wird, und wie der Probealarm ablaufen soll.

Probealarm im März 2023: Warum macht Bayern einen Warntag?

Der bundesweite Warntag am 8. Dezember 2022 sorgte für zahlreiche Beschwerden. Viele Warnungen über Apps und Infoscreens blieben aus und zahlreiche Sirenen - wie etwa in Teilen des Allgäus blieben stumm. Den Probealarm verbuchten deshalb viele als gescheitert. Das Bayerische Innenministerium plant deshalb nun einen eigenen "Test, ob die Warnsysteme für die Bevölkerung funktionieren". Der Probealarm soll einer Mitteilung zufolge die Bevölkerung mit dem Signal vertraut machen. Eine schnelle Informationsweitergabe sei bei Katastrophen und Gefährdungslagen wichtig, um Schäden vorzubeugen oder zu begrenzen, so das Innenministerium. Der Warntag zeigt also, ob sich bereits eine Besserung in Bayerns Katastrophenschutz zeigt, oder ob die Warnung immer noch zu holprig abläuft.

Probealarm in Bayern im März 2023: Wie läuft der Warntag ab?

Die Warnsirenen der Gemeinden und Verwaltungsbehörden in Bayern werden am Donnerstag, den 9. März, ab 11 Uhr zu hören sein, wie das Innenministerium mitteilte. Sie sollen eine Minute lang ertönen. Auch über weitere Warnsysteme soll gewarnt werden. Der Alarm dient nur zur Probe, es handelt sich nicht um einen Ernstfall.

Probealarm in Bayern im März 2023: Wie wird gewarnt?

Zusätzlich zu den Sirenen sollen auch andere Systeme ausgelöst werden, die an das so genannte Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen sind. Hierzu zählen unter anderem die Warn-Apps Nina, Katwarn und Biwapp. Das Innenministerium will aber auch das System Cell Broadcast auslösen. Die Technologie nutzt das Handynetz, um Warnungen als SMS und Tonsignal auf alle Mobiltelefone zu senden, die sich in einem bestimmten Funkbereich befinden. Cell Broadcast soll nach Angaben der Handynetzbetreiber ab sofort deutschlandweit verfügbar sein und erfordert keinerlei Installation.

Kommunen können zusätzlich auch andere Mittel verwenden, die nicht mit MoWaS in Verbindung stehen, zum Beispiel Lautsprecherdurchsagen. Möglicherweise wird die Probewarnung auch über Infoscreens, lokale Rundfunkmedien und Medienwebsites ausgespielt.

Probealarm in Bayern im März 2023: Muss man sich vorbereiten?

Eine Vorbereitung der Bevölkerung ist eigentlich nicht nötig. Die Warnung per Cell Broadcast wird automatisch auf jedes Mobiltelefon gesendet, das sich im Umkreis einer bayerischen Funkzelle befindet und angeschaltet ist. Wer sicher gehen möchte, dass die Warnung auf dem Handy landet, kann außerdem eine der drei Warn-Apps Nina, Katwarn und Biwapp installieren oder aktualisieren.

 
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